
"Plastikküste" El Ejido ( Almeria )
Anläßlich eines Besuchs der "Plastikküste" Provinz Almeria - El Ejido konnte man die Landschaft aus Gewächshäusern aus Plastikfolie sehen. Während überall in Spanien die Temperatur pro Jahrzehnt um ein halbes Grad gestiegen ist, fällt die Temperatur in dieser Region um etwa 1/3 Grad pro Jahrzehnt.
Man ist überascht welche grosse Auswirkungen mit einfachen Mitteln erreicht werden kann und das Menschen die Umwelt durch ihr handeln stark beeinfussen. Ein Temperaturunterschied von fast einem Grad pro Jahrzehnt ( in den letzten 25 Jahren) bedeutet eine Änderung des Klimas um 0,1 Grad / Jahr - das finde ich sehr viel.
Während die Spanier an der
“Costa Plastica” - oder auf deutsch "Plastikküste" das Klima schonen, können wir ähnliches mit KWK Anlagen erreichen. Eine Begrenzung des Temperaturanstieges oder sogar eine Abkühlung wenn dann alle mitmachen würden.
In Zukunft werde ich Tomaten aus Spanien ohne grossen Gewissensbisse essen, denn in der Provinz Almería in Andalusien - das Anbaugebiet des Campo de Dalías bei der Stadt El Ejido herrscht ohne diesen Anbau grosse Armut wie ich sehen konnte. Durch die tasend LKW`s die täglich im Winter Obst und Gemüse aus dieser Region fahren ( wobei mit Zügen das ökologischer ginge !) Ich hielt es erst für einen Witz das Menschen auch heute noch in Wohnhöhlen wohnen, aber dort ist es so. In den Berghängen wohnen Menschen und finden in der Küstenregion im Touristenbereich im Sommerhalbjahr Arbeit und können in den Gewächshäusern im Winterhalbjahr arbeiten und so langsam die Wohnhöhlen verlassen.
Eigendlich hat alles immer zwei Seiten

- KWK Anlagen habe ich dort leider nicht finden können, bei der Hitze geht dort sehr vieles mit Sonnenenergie. Aber das Beispiel zeigt wieder einmal, das Menschen viel bewegen können - positiv wie negativ. Wenn einige Menschen Gewächshäuser gebaut hätten, das Klima hätte sich nicht geändert. Da aber viele Menschen Gewächshäuser gebaut haben, wurde massiv in das Klima eingegriffen.