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Freitag, 16. Januar 2009, 22:40

Netzersatz KWK Anlagen werden angefragt und auch über das Impulsprogramm gefördert

Durch den aktuellen russisch - ukrainischen Energiestreit steigen die Anfragen von Bürgern nach Netzersatzanlagen. Viele Bürger machen sich anläßlich einer Heizungserneuerung Gedanken ob man nicht Flüssiggas oder Flüssigbrennstoffe wie Heizöl oder Rapsöl oder Pellet KWK Anlagen einsetzen sollte.

Die deutschen Gasspeicher leeren sich viel schneller als Gaseinkäufer glauben machen wollten, diese haben erklärt das etwa 1/4 des Jahresbedarfes in den Speichern sei. Gemäß verschiedener Berichte jedoch könnte diese schon bald leer sein. Man fragt sich natürlich, wie Strom erzeugt werden soll wenn kein Brennstoff ( Erdgas) für die grossen Spitzenlast Erdgaskraftwerke zur Verfügung steht die derzeit gebaut werden bzw. schon fertiggestellt wurden.

Im Moment warnen Fachleute das wir viel zu sehr von der Erdgasversorgung abhängig sind, auch wenn die Energiekonzerne behaupten das die Versorgung sicher sei, fragt man sich ob nicht in wenigen Wochen die Gasversorgung und Stromversorgung ausfällt oder sehr stark eingeschränkt wird ;( Unsere 46 Speicherbetriebe in Deutschland sollen noch massiv weiter ausgebaut werden, da der Erdgasverbrauch im Winter z.B. 15 mal so hoch ist wie im Sommer und die Leitungskapazität ( Gasimport) beschränkt ist. Auch die Abhängigkeit soll verringert werden ( siehe Aktuelle Lage :blush2: )

Tatsache ist das nur etwa 20 Milliarden m3 Erdgas in allen Deutschen Speichern gelagert werden kann, diese zu Beginn des Energiestreits 2008/2009 lediglich zu gut 80 % gefüllt waren, wären sie voll könnten 1/5 des Jahresbedarfs Deutschland ( ca. 100 Milliarden m3) aus dem Speichern gedeckt werden. In Deutschland werden ca. 15 Milliarden m3 / Jahr gefördert, durch die neue Ostsee Pipeline können bald 55 Milliarden m3 / Jahr Erdgas nach Deutschland gelangen.

Link - Gasspeicher leeren sich zusehens In Zukunft kann zwar die Ukraine unsere Erdgaslieferung nicht mehr stören, wenn 50 % des Erdgas durch die Ostseepipeline kommen, aber zum einen ist ja nicht alles für Deutschland, zum anderen kann Russland immer noch den Hahn zudrehen.

Übrigens ärgert mich auch das wir mehr und mehr von Kohleimporten abhängig werden, wir haben Arbeitslose Bergleute und bezahlen Riesensummen für Kohleimporte obwohl wir auf Kohle sitzen :-(plem Energiebericht 2007 Nach der steilen Energiepreissteigerung für Uran ( dort Abb 3 ) steigt der Kohlepreis noch vor Gas und Öl stark an)

Man muss wirklich überlegen ob man nicht eine Netzersatz KWK Anlage zur eigenen Energieversorgung planen sollte wie es viele Bürger mit dickem Geldbeutel jetzt tun, oder was meint Ihr ?(
Alle Beiträge und Aussagen geben nur meine Meinung wieder und sind ohne Gewähr der Richtigkeit

Dachser

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2

Samstag, 17. Januar 2009, 06:22

Zitat

Im Moment warnen Fachleute das wir viel zu sehr von der Erdgasversorgung abhängig sind,

So ist das doch in allen Bereichen, der Mensch denkt m.E. einfach zu kurz! Sind die Spritpreise hoch, wollen sie Alternativen haben, sind Strompreise hoch, wollen sie Alternativen haben, gibt es beim Gas Probleme wollen sie Alternativen haben und am Ende heißt es dann immer,"der Staat hätte früher reagieren müssen"! Man muß vorher anfangen zu denken, die Alternativen müssen in der Praxis funktionieren, der Staat sind wir und wir müssen uns ganz verstärkt für Alternativen einsetzen, aber nicht erst, wenn der Ölpreis utopische Höhen erreicht und das Erdgas nicht mehr geliefert wird, vorher muß was getan werden, denn von heute auf morgen geht das Ganze nicht!

Und wenn du mich schon fragst, ja ich bin froh, ein BHKW im Keller stehen zu haben, so habe ich die steigenden Energiepreise ein wenig im Griff durch die Stromproduktion für mich mit etwa 40% Eigennutzung und der Einspeisevergütung von 19,33ct/kW nach EEG 2005.
:thumbsup: Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt. :thumbup:

Bernigo

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3

Samstag, 17. Januar 2009, 09:35

Man muss wirklich überlegen ob man nicht eine Netzersatz KWK Anlage zur eigenen Energieversorgung planen sollte wie es viele Bürger mit dickem Geldbeutel jetzt tun, oder was meint Ihr


Hallo Dachsfan,

von solchen Horrorvorstellungen halte ich sehr wenig. Was meinst Du den passiert, wenn in einer Großstadt wie Bochum nur noch 20 Dachsbetreiber Strom und Wärme haben! Ich kann es Dir sagen. Die rennen Dir die Bude ein und lynchen Dich ((lachen(( ((lachen(( ((lachen((

Ich habe es schon immer gewusst "Atomkraftgegner überwintern mit kaltem Hintern" und genau so wird es kommen. Ich weis gar nicht warum Du dich über die bevorstehende Energieknappheit so aufregst. Ihr wollt keine Kohle, kein Atom, kein russisches Erdgas, dann bleibt nichts anderes übrig als frieren ((lachen(( ((lachen(( ((lachen((

Viele Grüße

Bernigo

4

Samstag, 17. Januar 2009, 10:03

Wasserstoffverwendung
Ihr wollt keine Kohle, kein Atom, kein russisches Erdgas, dann bleibt nichts anderes übrig als frieren
^^ Ich finde Du machst es Dir zu einfach :-!!

Wir leben in einem Rechtstaat und in einer Demokratie ( auch wenn einige das gern vergessen, nein Du bist hier nicht gemeint :love: ) und die sehr deutliche Mehrheit der Bürger hat sich gegen Atomkraft ausgesprochen. Sicherlich haben die Bürger das Recht in solchen Kriesenzeiten den Entschluss noch einmal zu überdenken ( überdenken = Menschenrecht :love: )

Ich persönlich bin der Ansicht das wir unsere Zukunft auch auf Energiepflanzen, PV Anlagen ( auf Gebäudedächern nicht auf Freiflächen) Windkraftanlagen und Wasserkraftanlagen ( nicht nur an Flüssen und Stausseen sondern auch im Meer als Gezeitenkraftwerke ) aufbauen sollten. Zusätzlich benöten wir Speicheranlagen wie z.B. Pumpspeicherkraftwerke

Ich bin aber auch dafür zu prüfen ob nicht Wasserstofffabriken die Wasser mittels überschüssiger elektrischer Energie zu Wasserstoff aufspalten und z.B. für Spitzenlastkraftwerke als Brennstoff zur Verfügung stellen, die dann zunächst mit Wasserstoff ( siehe auch alternative Seiten zu Wasserstoffkraftwerke ) danach mit Erdgas betrieben werden können. Wasserstoffverwendung

Auch sollte Erdwärme genutzt werden, Geologische Sicherheitsprüfungen vor dem Bohren machen Bohrungen beherschbar sind aber auch immer ein Risiko. Für kleinere Gebäude meines Erachtens derzeit die optimale Wärmelösung eine kleine Wärmepumpe mit Erdsonde.

So muss man nicht frieren und hat eine regenerative Energieversorgung und die Waffe "zudrehen der Gaspipline oder Öltürme" ist stumpf und wirkungslos. Die Energiepreise sind dann wieder auf normalen Stand. :-!!
Ich habe es schon immer gewusst "Atomkraftgegner überwintern mit kaltem Hintern" und genau so wird es kommen.
Wie gesagt es geht auch ohne :-!! Vieleicht möchtest Du noch mal hier nachlesen N-TV Störfälle und der GAU - Von Brunsbüttel bis Tschernobyl

Tschernobyl ist zum Symbol für die Gefährdung durch Atomkraft geworden. Doch ist es in vielen Atomkraftwerken, auch in technisch weiterentwickelten des Westens, in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder zu Störfällen und Beinahe-Unfällen gekommen. Es ist nicht die Frage ob es zu einem neuen GAU kommt sondern nur wann :-!!

Zusätzlich dann noch die Endlager Problematik - immer noch keines in Sicht
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