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Samstag, 16. August 2008, 12:22

Erdsonden - eine Schwachstelle bei Wärmepumpen

Wenn man Erdwärme mit einer Wärmepumpe nutzen will, benötigt man eine Erdsonde. In der Regel besteht diese aus einem oder mehreren 100 Meter tiefen senkrechten Bohrungen, in denen Doppel U Rohre eingebracht werden. Danach werden die Bohrungen wieder mit einer sehr leitfähigen Thermozement verfüllt.

Für eine Heizlast von 10 kW muss man etwa 15.000 € für die Erdsondenanlage rechnen X( Ein weiteres Problem ist die Belastbarkeit der Sonden, denn wenn man glaubt man könne 8.000 Stunden dort Wärme entnehmen, der irrt.

EIn Einfamilienhaus ist leicht zu beheizen und mit einem Wärmebedarf von ca. 10.000 kWh pro Jahr ist der Wärmeentzug kein Thema. Will man aber aus den Erdsonden anstatt 10.000 kW bei einer Wärmepumpenlaufzeit von 10 kW * 8.000 Bh = 80.000 kWh Wärme entziehen ist das unmöglich, wird aber als Installationsfehler gern so ausgeführt.

Anders ist es wenn man zwar 8.000 Stunden die Erdsonde nutzt, diese jedoch im Sommer regeneriert indem man die Erdsonde als Kühlfunktion nutzt, d.h. Wärme in diese hineinfährt. Auffällig ist das kaum nach Betriebstunden gefragt wird, wenn über Wärmepumpen geredet wird. :denk

Solltet Ihr also über eine Wärmepumpenerweiterung Eurer KWK Anlagen nachdenken, beachtet bitte das Nebenthema - Jahreswärmeentzugleistung einer Erdsonde.
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Bernigo

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Samstag, 16. August 2008, 19:12

Hallo Dachsfan,

daher bin ich auch kein Freund von Erdwärme sondern favorisiere die Luft-Wasser-Wärmepumpe. Diese soll bei mir in den Monaten Mai bis September die Warmwasseraufbereitung und gelegendlich die Heizung an kalten Sommertagen übernommen. Der Dachs soll dann in den Sommerschlaf gehen. In der Zeit von Oktober bis April soll der Dachs die Wärmelieferung übernehmen und die Wärmepumpe als Spitzenlastkessel funktionieren.
Somit dürfte die Wärmepumpe in den Sommermonaten doch locker die gewünschte Wärme produzieren, da die Außenluft eine entsprechend hohe Temperatur hat.
Wir schwebt die Wärmepumpe von Viesmann Vitiral 350 vor, dies Vorlauftemperaturen bis 65 Grad schafft. Sicherlich die Leistungskennzahl geht dann unter 2, dies ist aber immer noch besser als der Heizstab, oder? Und in den Sommermonaten bei Lufttemperaturen zwischen 15 und 30 Grad wird die Leistungskennzahl sicherlich nicht viel geringer sein als bei der Erdwärmepumpe, dafür ist sie aber in der Installation bedeudent billiger.

Viele Grüße

Bernigo

3

Samstag, 16. August 2008, 19:37

Ich nehme an Du meinst die Vitocal 300 - A ?(


Denk bitte immer dran, hohe Vorlauftemperaturen = hoher Kompressordruck = kurze Lebensdauer. Mit WP wenn es geht immer niedrige Temperaturen fahren.

Wie lang ist denn die Garantie auf den Kompressor ? Der Kompressor ist das Teil welches neben dem Lüfter gern kaputt geht. Es sollte schon 10 Jahre Garantiezeit sein. :-!!
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4

Sonntag, 16. November 2008, 21:13

Katastrophe wegen Erdwärme

Liebesgrüsse aus dem Bohrloch haben jetzt auch die Bürger der 40 km von Basel gelegenen südbadischen Staufen bekommen. Das Rathaus sollte mit sieben je 140 m tiefen Erdwärmesonden beheizt werden. Nun hat sich die gesamte Stadt um mehrere Zentimeter angehoben, offenbar durchstieß man Gips-Keuper Schichten und traf darunter eine Grundwasserschicht. Das Wasser stieg zum Gips und dann begann die Katastrophe.

Nachdem bereits in Basel nach dem Auslösen von unerwartet starken Erdstößen im Winter 2006/2007 das Projekt bis auf weiteres gestoppt wurde, erreichen uns regelmäßig Geschichten von Problemen bei der Erstellung von Erdsonden. Besser wäre es allerdings wenn die e-mail Schreiber selber einen Beitrag erstellen würden. :rolleyes: Wir stimmen zu, es ist nicht ungefährlich :!: :-!!

Infos: hier und hier und als Film

Derzeit gibt es ähnlich wie KWK Anlagen nur 200.000 Wärmepumpen in Deutschland, ein Teil der Wärmepumpen wird direkt von KWK Anlagen versorgt. ( in Zukunft bei uns auch) ;)
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schumes

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5

Montag, 17. November 2008, 17:03

wie bernigo schrieb eine wärmepumpe nur für das brauchwasser im sommer und übergangszeit zum heizen ,da würde ich eine solaranlage mit genügend puffer vorschlagen den damit kommt man auch ein paar tage ohne sonne aus und irgendwann scheint sie sicher wieder . denn was eine wärmepumpe kostet da bekommt man schon eine schöne solaranlage und dann ist die wärme auch noch kostenlos. bei meinen schwiegereltern ist die heizung noch nicht einmal für brauchwasser gelaufen seit dem bau der solaranlage heizung schaft sie nur einen kleinen teil da es bei uns bis mittag nebel hat , hat aber auch schon zeiten ende oktober gegeben da ist sie von ca 9 hr bis 16 uhr ständig gelaufen und brachte brauchwasser 400l auf 65°C (begrenzt) und den 1000l speicher auf 60°C das reichte für die nacht und am morgen heizte sie schon wieder nach .

6

Montag, 17. November 2008, 21:11

Na ja ich habe seit etwa 10 Jahren auch Solaranlagen meine Solaranlagen meine Erfahrungen sind im Sommer positiv im Winter brauchen wir nicht drüber reden.Meine Flachkollektoren sind Sommeroptimiert und machen im Winter sowieso Winterschlaf, allein die Vacuumröhren bringen noch etwas.

Ich halte die Wärmepumpenanlage die ich derzeit erstelle für sehr wichtig, da ich im Winterhalbjahr jede Menge Wärme benötige. Etwa 75.000 kWh Wärme wird für Warmwassererwärmung und Heizung im Jahr benötigt. Der Dachs alleine benötigt dazu 5.000 Betriebstunden und ca. 110.000 kWh Erdgas.

Der Dachs mit Wärmepumpe benötigt ca. 3.000 Betriebstunden und 70.000 kWh Erdgas, also 40.000 kWh Erdgas werden eingespart. Diese 40.000 kWh kosten bei uns derzeit bei 7ct/kWh 2.800 € / Jahr. Durch etwas erhöhten Strombezug und stark verminderter Einspeisung verliere ich etwa 1.000 €/ Jahr, d.h. es verbleibt eine Ersparniss von ca. 1.800 €, bei weiter steigenden Gaspreisen gehe ich davon aus das ich in etwa 10 Jahren mein Geld wieder zurück erhalte. :-!!
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Donnerstag, 26. Februar 2009, 21:53

Update: Manchmal ist auch der Untergrund sehr böse zu den Bohrfirmen :( :denk :S Bei mir hat sich der Bohrer im wahrsten Sinne gesprochen die Zähne ausgebissen ((lachen((

Übrigen kostet so ein Bohrer etwa 800 € ;( ( Durchmesser ca. 15 cm ) Unten angehängt habe ich Euch ein Foto von dem Bohrgerät :rolleyes:
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Schwedenpeter

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8

Freitag, 27. Februar 2009, 16:05

Bohrkopf

Auf was für einem Untergrund wohnst du? Granit?
Ein BHKW ist cool :D

9

Freitag, 27. Februar 2009, 16:10

Nö Granit ist einfach zu bohren, Eisenerz ((lachen((

Mein Haus ist von 1888 und ca. einen knappen Kilometer von der ehemaligen Zeche Friederika wo Eisenerz gefördert wurde. Die haben keinerlei Hohlräume gefunden :sehrgut: aber mehrere Eisenerzstollen durchbohrt, aber jedesmal in ca. 80 m Tiefe wurde es dann noch härter und die Bohrer rissen jedesmal ab. :denk ;(
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Schwedenpeter

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10

Samstag, 28. Februar 2009, 20:55

Eisenerz

Gute deutsche Wertarbeit - das Eisenerz
Ein BHKW ist cool :D

11

Sonntag, 1. März 2009, 07:35

Ja mein Bohrmeister war ganz schön nervlich angespannt, aber jetzt ist es geschafft, die Bohrungen sind drin und verrohrt. In Kürze wird alles weitere von meinen Mitarbeitern im Keller installiert und von mir in Betrieb genommen. Sehr interessant waren die "Liebesgrüsse aus dem Bohrloch" schon, Kohleschichten von mehreren Metern haben viel Wärme abgegeben, der Container mit dem Bohrwasser dampfte ganz schön. Sehr wichtig ist mir aber das keinerlei Hohlräume gefunden wurden, das wurde hier im Ruhrgebiet befürchtet.

Übrigens liegt die ganze Wärmepumpenanlage ( Erdsonde, Wärmepumpe mit Speicher und Installation ) preislich gleich mit einer Dachs Heiz-Kraft Anlage. Wer also glaubt das eine WP mit Erdsonde billiger ist irrt.

Aber für mich ist dieses Projekt wichtig, ich werde natürlich das Projekt dokumentieren und interessierten die Ergebnisse zur Verfügung stellen. Bis vor kurzen wurde von den Autoherstellern Fahrzeuge angepreist, die unter dem EIndruck der endlichen Erdöl- und Erdgasreserven, "Neandertalerfahrzeuge" für den Transport eines Menschen von A nach B anbieten. Angeblich fordert ja der Markt dies, allerdings sagen die Menschen on und offline etwas anderes. :rolleyes: In Zukunft wird in den Zeitungen stehen, "drei mal Milliarden reingeschossen und immer noch nicht genug" :schimpf:

Jetzt da die Autohersteller mit Steinzeitfahrzeugen Schiffbruch erlitten haben, anstatt Hybritfahrzeuge, Elektrofahrzeuge oder ähnliches anzubieten möchte man getreu dem Handwerkerspruch "drei mal abgeschnitten und immer noch zu kurz" Milliarden zum "weiteren verheizen" geben.
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12

Sonntag, 1. März 2009, 17:39

Hallo Dachsfan,

wie teuer war bei dir die Bohrung und war es eine pauschale die du vor den zerfetzten Bohrern ausgemacht hattest.

Dachs
:rolleyes: Nur ein Dachs der läuft ist ein guter Dachs :rolleyes:

Alle Beiträge von mir geben nur meine persönliche Meinung wieder und haben keinerlei Rechtsanspruch

Schwedenpeter

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13

Sonntag, 1. März 2009, 17:44

Kohleschichten von mehreren Metern



Oh ha, mehrere Meter, Dein Dorf wird demnächst weggebuddelt zur Kohlefördrung ((lachen((
Ein BHKW ist cool :D

Bernigo

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14

Sonntag, 1. März 2009, 18:00

Flachkollektoren sind Sommeroptimiert und machen im Winter sowieso Winterschlaf, allein die Vacuumröhren bringen noch etwas.


Hallo Dachsfan,

wenn die Flachkollektoren mangels Sonne nicht anspringen, welche Leistung bringt dann eine Vacuumröhre? Steht dieser "Mehrertrag" im Verhältnis zu den erhöhten Anschaffungskosten? Wie sieht ´der Vergleich im Sommer aus? Wie Ist der Ertrag im Sommer bei direkter Sonneneinstrahlung? Ist der Flachkolektor besser, schlechter oder ist hier kein unterschied zur Vakuumröhre?

Viele Grüße und vielen Dank.

Bernigo

15

Sonntag, 1. März 2009, 20:10

war es eine pauschale die du vor den zerfetzten Bohrern
War alles Pauschal und der Spaß hat etwa 15.000 € gekostet ;( ( Nur die Bohrungen, ohne Nebenarbeiten )
Oh ha, mehrere Meter, Dein Dorf wird demnächst weggebuddelt zur Kohlefördrung
Das ist alles Hauptabbaugebiet hier in der Gegend, Geschichte des Bergbaus
Ist der Flachkolektor besser, schlechter oder ist hier kein unterschied zur Vakuumröhre?
Die Vaccumröhren sind stets eindeutig besser :-!!
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Dachser

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16

Montag, 2. März 2009, 03:41

Mein Heizungsbauer hat mir damals von Vakuum-Röhrenkollektoren abgeraten, er meinte, daß Flachkollektoren standfester seien und der Mehrertrag den höheren Preis nicht einbringt. Ich habe dann aber trotzdem Vakuum-Röhren von Paradigma drauf gemacht und bin bis heute sehr zufrieden.
:thumbsup: Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt. :thumbup:

Schwedenpeter

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17

Montag, 2. März 2009, 08:54

Vakuumröhren

Also ich würde keine Vakuumröhren aufs Dach schrauben. Darf ich dich mal zur Solartestfeld in Widderstall zu einer Besichtigung einladen? Da kannst du dir ein paar ältere Modelle anschauen.
Abgesehen davon solltest du dir in diesem Fall absolut sicher sein, dass du dich mit deinen Nachbarn immer gut verstehst. Ein gezielter Steinwurf....
Ein BHKW ist cool :D

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Montag, 2. März 2009, 09:03

Abgesehen davon solltest du dir in diesem Fall absolut sicher sein, dass du dich mit deinen Nachbarn immer gut verstehst. Ein gezielter Steinwurf....
Dann könnte er aber auch jedes Fenster einwerfen, jede Autoscheibe ......
Darf ich dich mal zur Solartestfeld in Widderstall zu einer Besichtigung einladen? Da kannst du dir ein paar ältere Modelle anschauen.
Ok, das Solartestfeld Widderstall Merklingen (Baden-Württemberg) steht jetzt auch auf meiner Reiseroute ^^

Übrigens habe ich auch seit fast 10 Jahren Paradigma Vacuumröhren drauf und bin sehr zufrieden. :-!!
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Schwedenpeter

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19

Montag, 2. März 2009, 09:17

Reiseroute

Komm dann gleich mal bei mir vorbei. Ich begrüße immer gerne Gäste aus Deutschland. (Bin in Hamm und in der Eifel aufgewachsen und hab in Jülich studiert)
Ein BHKW ist cool :D

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Montag, 2. März 2009, 10:23

Ehrensache :love: Ich hoffe schon diesen Sommer, bin wahrscheinlich den ganzen August mit einer Praktikantin für das KWK-Infozentrum tätig, unterwegs bzw. im Büro, da soll viel passieren. Die junge Dame ist BWL Studentin und hat sich schon ganz gut in den Bereich KWK eingearbeitet und hasst Stromkosten ( siehe Foto) index.php?page=Attachment&attachmentID=227
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