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Dienstag, 17. Januar 2012, 10:39

Heizungserneuerung - Bitte Thema verschieben wenn falsch eingestellt

Guten Tag,

zunächst sorry wenn ich nicht die richtige Rubrik wähle.

Ausgangssituation: Doppelhaushälfte. BJ 1978. 130qm Wohnfläche. Bisher Ölheizung. 2 Heizkreise (1 mal Radiatoren, 1mal Fussbodenheizung).
Ölverbrauch ca. 2400l/Jahr. Stromverbrauch ca. 4200 kwh. Erdgas liegt in der Strasse.

Aufgrund des gegenwärtigen Ölpreises ergeben sich Heizkosten von ca. 2200 Euro im Jahr. Stromkosten ca. 1000 Euro pro Jahr.

Grundsatzfrage ist jetzt ob sich der Einbau und Betrieb eines KWK lohnen würde, d.h. ob sich die Gesamtkosten für die Erzeugung
von Heizung und Strom unter Berücksichtigung der Anschaffungs und Betriebskosten der Anlage senken lassen.

Durch die Situation Doppelhaushälfte könnte es langfristig auch interessant werden Strom und Heizung für beide Häuser zu erzeugen.
Die bisherigen Bewohner der anderen Hälfte sind 70+ und daher nicht mehr interessiert, aber das wird sich wohl mit der Zeit ändern
wenn eine jüngere Generation einzieht. Wie sieht es mit der Skalierbarkeit der Anlagen aus. Irgendwo stand das der Dachs in
Reihe geschaltet werden kann. Verhält sich das so?

An den Teilnehmer "Schwedenpeter" eine regionale Frage nachdem er aus dem Raum Ulm ist: Gibt es regionale Anbieter die aktiv sind und u.U.
Feldtests mit neuer Technik durchführen wollen? Wäre da gerne bereit finde aber keinerlei Infos.

Auf spannende Rückmeldung freut sich rolo2912.

Frank Dux

KWK Entdecker

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2

Dienstag, 17. Januar 2012, 13:17

Willkommen im Forum,

löblich dein Interesse an einer KWK Anlage, was liegt näher, als es schön warm zu haben und sich selbst ein paar kwh herzustellen. Mit dem reinen Gewissen CO2 einzusparen und womöglich noch zusätzlich die Sonne anzuzapfen.

Wichtig ist es eine passende KWK Anlage für dein Haus zu finden, nicht zu groß, nicht zu klein. Der richtige Hersteller muß es sein.

Risiko ist es auf die das mitmachen des Nachbarn zu spekulieren, kann schnell in die Hose gehn.

Parameter hast Du schon geschrieben, aber wie machst Du dein Wasser warm?

Dazu wird sicher noch geschrieben werden.

Es gibt ggf. auf Länder und Bundesebene Fördertöpfchen die man anzapfen könnte.

Bedenke die Investition ist höher als bei einer klassischen Heizung, höhere Folgekosten und das eine oder andere Problemchen wird sicher auftreten können.

Das A und O ist möglichst fast allen Strom selbst zu verbrauchen, das man mit der Einspeisung Geld verdient ist i.d.R. ein Märchen.

Der größte Gewinn ist der Strom, den man selbst produziert, den braucht man nicht teuer einkaufen.

In diesem Sinne, schicke den Öloldi in Rente.
MfG
Frank Dux

Beiträge geben nur meine Meinung wieder. Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.

Meine Beiträge können unsichtbare Smileys und Ironie beinhalten.

3

Dienstag, 17. Januar 2012, 14:01

Zuerst einmal ein herzliches Willkommen @ rolo2912.

Der Frank hat ja schon richtig geschrieben, alte Ölheizung möglichst entsorgen.

Ansonsten ist der erste Schritt erst einmal zu überlegen ob der Verbrauch reduziert werden kann. Günstige Energieeinsparmaßnahmen ausschöpfen, wenn neue Fenster - auf jeden Fall Dreifachverglasung, Dach dämmen und Fassade isolieren. Im Moment gibt es auch günstige KfW Maßnahmen. Je besser Du Deine Wärmedämmung gestaltest, desto weniger Wärme wirst Du in Zukunft benötigen und das wäre für alle das Beste.

Fürs Gebäude ( der Baukörper wäre gleichmäßig temperiert, und von Feuchtigkeit geschützt ) für Deinen Geldbeutel, denn Energie wird immer teurer und für die Umwelt.

Ansonsten kommt für Dich nur eine kleiner Stirling von 1 kW Leistung in Frage, dass passt wenn sich Dein Nachbar nicht mit anschließt ( wovon Du erst einmal ausgehen musst ) auch nur für Dein Haus. Ich würde auf jeden Fall auf Erdgas umstellen wenn das möglich ist. Wenn Du voll in die Dämmung investiert kann man auch über eine Wärmepumpe nachdenken, allerdings bei den heutigen Wärmepumpenstrompreisen würde ich da auch eher von abraten. Wir selbst Betreiberbericht haben eine, aber erzeugen den Strom für die Wärmepumpe selber.

Schwedenpeter

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4

Dienstag, 17. Januar 2012, 14:33

2200 l Ölverbrauch sind ein K.O. Kriterium für Dachs und ecopower. Die erzeugen die 22.000 kWh Wärme in 1830 Stunden Laufzeit. Das ist viel zu wenig um rentabel zu sein, sogar mit der 2. Haushälfte.
Firmen hier in Ulm kenne ich nicht wirklich. Ich mache meine Wartungen und Reparaturen immer selber. BHKW sind ja eine recht anspruchslose Technik. :sleeping:
Du kannst mal anfragen ob du bei Callux mitmachen kannst.
http://www.callux.net/home.Fragen.html
Frage wer kann mitmachen?

Eine Heizung mit Brennstoffzellen ist innovativ.
Ein BHKW ist cool :D

5

Dienstag, 17. Januar 2012, 17:23

die 22.000 kWh Wärme in 1830 Stunden Laufzeit
Brennstoffverbrauch ist nicht gleich Wärmeerzeugung !

Wenn er 2.200 Liter Heizöl pro Jahr benötigt, schätze ich seinen Wärmebedarf auf ca. 15.000 kWh / a.

zum Beispiel für den Dachs Stirling sind das ca. 2.500 Bh / h = 2.500 kWh / Jahr Stromproduktion.

Selbst wenn der Strom zu 100 % Eigengenutzt werden kann und die vermiedenen Stromkosten mit 25 ct / kWh angesetzt werden kann, ergibt dies lediglich ca. 410 € / a.

Zuzüglich Energiesteuer Rückzahlung von ca. 30.000 kWh Brennstoff - ca. 150 €

Zuzüglich 10 Jahre lang 5,11 ct KWK Zuschlag ergibt 10 Jahre lang ca. 125 € / a

Schwedenpeter

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6

Mittwoch, 18. Januar 2012, 07:48

Wenn du das rein auf der Wärmeseite rechnest:
22.000 kWh hat er bis jetzt mit der Heizung erzeugt.
22.000 kWh muss er mit einen BHKW erzeugen um die Wärme zu haben.
22.000 kWh / 12 kW, die das BHKW an Wärme erzeugt sind 1833,3 Stunden.

Wenn er sein BHKW weiß oder grün nun 2500 Stunden laufen lässt, was geschieht dann mit der Wärme?
Natürlich geht einiges im Speicher verloren, aber so viel auch nicht.

Oder umgekehrt: Wo gehen die 7000 kWh hin, die er jetzt mehr verbraucht.
Den Strom musst du außen vorlassen, der ist Zutat bei der Rechnung.
Ein BHKW ist cool :D

7

Mittwoch, 18. Januar 2012, 08:53

Hallo,
Wenn er sein BHKW weiß oder grün nun 2500 Stunden laufen lässt, was geschieht dann mit der Wärme?
[...]
Oder umgekehrt: Wo gehen die 7000 kWh hin, die er jetzt mehr verbraucht.
Das o.g. Beispiel war doch - wenn ich mich nicht verlesen habe - nicht für die großen grünen und weißen Kisten, sondern für den Stirling gerechnet...:
Wärmebedarf auf ca. 15.000 kWh / a.
zum Beispiel für den Dachs Stirling sind das ca. 2.500 Bh
Und bei einer Wärmeproduktion von ca. 6kWh/h kommt das doch dann hin ;)

22.000 kWh hat er bis jetzt mit der Heizung erzeugt.
22.000 kWh muss er mit einen BHKW erzeugen um die Wärme zu haben.
Die 15.000kWh/a Wärmebedarf wahrscheinlich wegen geschätzter 70% therm. Wirkungsgrad der alten Heizung - oder?

Viele Grüße

André
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Schwedenpeter

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8

Mittwoch, 18. Januar 2012, 09:19

70% Wirkungsgrad. Ist auf der Heizung irgendwo noch ein Hakenkreuz zu finden?

Aber stimmt, den Wirkungsgrad hab ich außen vor gelassen, da bin ich von einer neueren Heizung ausgegangen.
Ich hab definitiv nicht mit den Stirling grechnet, da Eingangs diese Größenordnung genannt wurde.
Ein BHKW ist cool :D

9

Mittwoch, 18. Januar 2012, 10:33

Hallo Rolo2912,

erstmal willkommen hier im Forum habe selbst die Erfahrung gemacht, dass einem hier zu vielen Fragen rund um BHKW und Heizungstechnik geholfen werden kann, denke also bist hier gut aufgehoben.

Ich bin eigentlich auch jemand, der bei allen Bauvorhaben versucht nach Möglichkeit in irgendeiner Weise ein BHKW unterzubringen, allerdings muss es sich für den Bauherren auch immer rechnen. In deinem konkreten Fall heißt das, aus den gemachten Angaben resultiert ein Primärenergiebedarf von ca. 190 kWh/m²a, aus den Angaben ist hier ersichtlich, dass da an der Gebäudehülle definitiv noch was zu machen ist. Hier solltest du primär darauf wert legen, dass du zuerst den Wärmebedarf reduzierst bevor du in eine neue Heizungsanlage investierst, da diese dann ggf. irgendwann überdimensioniert ist. (War die Warmwassererzeugung jetzt in den Angaben inklusive?)

Gehen wir mal davon aus, du machst jetzt was an der Gebäudehülle und liegst dann mit deiner jetzigen Heizung irgendwo bei 130kWh/m²a Primärenergiebedarf, macht dann für deine 130m² ca. 17.000 kWh oder ca. 1.700l Heizöl, also schonmal eine Ersparniss von 700l pro Jahr.

Nimmst du nun die 17.000 kWh Primärenergie und rechnest Sie mit einem Wirkungsgrad von 85% brauchst du real ca. 14.500 kWh Wärme.

Diese durch ein BHKW erzeugt, macht beispielsweise beim Dachs Striling mit ca. 6 kW (therm) eine rechnerische Laufzeit von ca. 2.400 h/a, wenn du nur deine Haushälfte damit beheizt, ansonsten wirds wahrscheinlich bei gleichen Maßnahmen an der 2. Hälfte ungefähr das doppelte sein. Zu berüksichtigen ist dabei natürlich auch immer noch, dass der Wärmebedarf nicht gleichmäßig verteilt ist, so würde dein Dachs wahrscheinlich im Sommer zur Warmwasserbereitung nur alle paar Tage mal anspringen um den Speicher wieder zu laden und im tiefsten Winter könnte es sein, dass dir der integrierte konventionelle Gasbrenner auch noch ein paar kWh Bedarf abschöpft, da die 6 kW nicht ausreichen, dieser Anteil wird immer höher je schlechter die Hülle des Gebäudes ist.

Also mal kurz als Fazit:
1. Was an der Gebäudehülle unternehmen, bevor eine neue Heizung egal welcher Art eingebaut wird.
2. Wenn es ein BHKW sein soll, dann funktioniert das (wirtschaftlich) eigentlich nur zusammen mit dem Nachbarn (Zusätzliche Kosten berücksichtigen: Wärmemengezähler, 2. Pufferspeicher mit WW-Bereitung beim Nachbarn, etc.)
3. Zur Sicherung der Abnahme würde ich ggf. über eine GbR mit dem Nachbarn nachdenken (steuerliche Vorteile), ist natürlich schwierig, wenn man den potenziell nächsten Nachbarn noch nicht kennt. Gibt aber auch schöne Knebelverträge dir von Wärmecontractoren verwendet werden, nach denen der Rechtsnachfolger die bestehenden Lieferverträge übernehmen muss.

MfG, Lars

10

Mittwoch, 18. Januar 2012, 14:32

2. Wenn es ein BHKW sein soll, dann funktioniert das (wirtschaftlich) eigentlich nur zusammen mit dem Nachbarn (Zusätzliche Kosten berücksichtigen: Wärmemengezähler, 2. Pufferspeicher mit WW-Bereitung beim Nachbarn, etc.)

Aber auch Einsparungen berücksichtigen, nur ein Gaszähler, nur ein Stromzähler nur einmal Schornsteinfeger

Aber stimmt, den Wirkungsgrad hab ich außen vor gelassen, da bin ich von einer neueren Heizung ausgegangen.
Ich gehe mal davon aus, er hat eine alte Ölheizung ohne Brennwert.

Unter anderem hier ist der Wirkungsgrad einer Ölheizung dargestellt. ( Mit 66 % Quelle IWO)

11

Mittwoch, 18. Januar 2012, 14:50

Aber auch Einsparungen berücksichtigen, nur ein Gaszähler, nur ein Stromzähler nur einmal Schornsteinfeger


Hast ja recht, aber das wird sich mit den beiden Wärmemengenzählern aufheben. Wollte nur drauf hinweisen, dass er bei Investkosten für eine Analge für 2 Gebäude auch noch ein bischen was zusätzlich einplanen muss.

MfG, Lars

PS.: Ist das vielleicht sogar eine Reihenhaussiedlung wo immer 1 Doppelhaus + Garagen in überschaubaren Abstand zum nächsten steht? Mir kommen schon wieder dumme Ideen ;-)

12

Donnerstag, 19. Januar 2012, 10:19

Hallo zusammen.

Erstmal vielen Dank für die vielen Rückmeldungen. Warmwasser ist bei den 2400l Öl schon dabei.

Dämmung und Fenstererneuerung ist natürlich ein Thema. Hier ist es natürlich noch komplexer und schwieriger sich objektiv zu informieren.
Ölheizung ist ohne Brennwert, denke so kommt auch der doch recht hohe Verbrauch zustande.

Der Energiebedarf liegt wohl so am unteren Ende wo sich das ganze lohnt.

Hier habe ich ein konkretes Preisangebot für den Dachs gefunden:

http://www.bhkw-prinz.de/senertec-dachs-…812#Feldversuch

Würde bedeuten wenn alles in der Hütte ist muss man mit 20TE rechnen. Da man "Energieerzeuger" wird, kann man die MwSt.
als Vorsteuer geltend machen wie das die PV-Anlagenbetreiber machen können? (Denke eher nicht)

Zu den 20TE kommt noch der Gasanschluss. Der schlägt mit ca. 2TE zu Buche, Entsorgung Öltank ca. 1.5TE macht gesamt:
23.5 TE. Finanzierungskosten über KfW habe ich jetzt laienhaft hier ermittelt:

Kreditprogramm
23.000,00 Euro
Gewünschter Kreditbetrag
23.000,00 Euro
Ausgezahlter Betrag
30 Jahre
Laufzeit
1 Jahre
Tilgungsfreie Anlaufjahre
10 Jahre
Zinsbindung
1,00 %
Sollzins p.a.
2,97 %
Anfänglicher Tilgungssatz
1,00 %
Effektivzins p.a. für die Dauer der Zinsbindung
monatlich
Turnus der Zahlungen
Alle Beträge in Euro
Tilgungsfreie Anlaufjahre

was einer Annuität für die ersten 10 Jahre von 76,17 Euro /Monat ergeben würde.

Gasverbrauch wenn ich es richtig gelesen habe wären ca. 30.000 Kwh. Kostet laut Gaspreisrechner bei
einem halbwegs seriösen Anbieter ca. 1700 Euro = 142 Euro

Wartungsvertrag für die Anlage ca. 30 Euro im Monat

Macht eine monatliche Belastung von 249 Euro.

Eigenverbrauch Strom ca. 2500 Kwh der nicht bezahlt werden muss (0.24 Euro /Kwh) 600 Euro /12 = 50 Euro
Energiesteuerersparnis 150 Euro /12 = 12.50 Euro
Einspeisvergütung für die ersten 10 Jahre ca. 125 Euro /12= 10 Euro

Gesamtaufwand - Ertrag = 176.50 Euro
Dazu kommen noch die 1700 Kwh Strom die weiterhin gekauft werden müssen.
Preis 425 Euro / 12 = 35.41 Euro

Totalkosten 211.91 Euro auf die ersten 10 Jahre ohne Berücksichtigung von Gas und
Strompreiserhöhungen.

Bisheriger Aufwand Heizung und Strom = 270 Euro.

Damit würde sich eine effektive Einsparung von 60 Euro ergeben. Über die ersten
10 Jahre also 60 x 12 x 10 = 7200 Euro.

Die Idee die Phoenix ins Spiel bringt mit der Reihenhaussiedlung schwirrt mir auch
im Kopf rum. Von den örtlichen Gegebenheiten wäre es ideal. 4 Häuser sind
in einem Radius von ca. 7m erreichbar. Eine große Anlage zentral aufgestellt
die für alle 4 Häuser Wärme und Strom produziert ist ein Traum der leider an dem Alter
der übrigen 3 Eigenheimbesitzern scheitert. Die sind alle 70+, haben die Schäfchen im
trocknen und jammern nur kurz bei der Ölsammelbestellung über den exorbitanten
Preisanstieg, widmen sich aber dann sehr schnell wieder ihren Hobbies.

Schwedenpeter

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13

Donnerstag, 19. Januar 2012, 11:01

Klasse Beispielrechnung.
Mein Problem bei BHKW sind die Leute die BHKW über jeden grünen Klee loben, einen D.... in jedes Einfamilienhaus stellen wollen und erzählern, BHKW seien Goldesel. Das ist nicht der Fall und man wird nicht reich dabei.

Aber....
Du lädst deinen Nachbarn ein und zeigst ihm dein BHKW. Der wird blass vor Neid. Das ist manchen 20.000 Euro wert. :whistling:
Ein BHKW ist cool :D

14

Donnerstag, 19. Januar 2012, 11:50

Hallo,

am unteren Ende wo sich das ganze lohnt.

a) Hast Du mal überlegt, wieviel Restschuld bei einer Finanzierung mit 1% Tilgung nach 10 Jahren der KfW gegenüber noch fällig ist?
b) Denkst Du daran, daß 0,0511EUR / erzeugte kWh(el.) nach 10 Jahren nicht mehr gezahlt werden?
c) Die Eigennutzung von Strom ist hier wahrscheinlich zu großzügig geschätzt. Der Dachs wird nur 15% des Jahres laufen - und in dieser Zeit 60% des Stromverbrauch in die Dachslaufzeit zu legen, erscheint mir zu optimistisch.

André
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Schwedenpeter

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15

Donnerstag, 19. Januar 2012, 13:21

Da mit Glaskugel nix ist:

Ich hab mal ausgerechnet was rauskommt, wenn der Strompreis 1% schneller wächst als der Gaspreis.
Ist interessant wie rentabel die Geschichte dann wird. Umgekehrt wird eine Lotterie draus.

Wahrscheinlich wächst der Strompreis aber wesentlich schneller als der Gaspreis.
Ein BHKW ist cool :D

16

Donnerstag, 19. Januar 2012, 15:46

@doc_joachim

Die Restschuld ist durchaus ein Faktor der berücksichtigt werden muss. Allerdings ändert sich nach den 10 Jahren wenn ich es richtig verstanden habe nur die Einspeisvergütung
was überschaubare 120 Euro im Jahr macht. Das kann man verschmerzen.

Der Hinweis mit der Eigennutzung Strom ist sehr wertvoll. Hier kommt einfach meine lückenhafte Vorstellung der Anlage zum tragen. Will heißen, der Eigennutzungsstrom wird nicht
mit den Stadtwerken saldiert sondern nur dann wenn der Dachs läuft und Strom produziert und gleichzeitig Strombedarf besteht funktioniert die Einsparung?

Ist von der reinen Kostenseite betrachtet eine mehr oder minder permanente Stromerzeugung ertragreich? Sprich, liegt der Preis für das Gas zur Erzeugung des Stroms unter dem
Wert von 0,0511 Euro? Was würde hier mit der vielen Wärme passieren?

Was passiert mit dem vielen Warmwasser das dann produziert wird?

17

Donnerstag, 19. Januar 2012, 16:29

Hast Du die 1.500 € Impulsförderung eigendlich schon berücksichtigt ?

18

Donnerstag, 19. Januar 2012, 19:48

Hallo,
Will heißen, der Eigennutzungsstrom wird nicht mit den Stadtwerken saldiert sondern nur dann wenn der Dachs läuft und Strom produziert und gleichzeitig Strombedarf besteht funktioniert die Einsparung?

Genau - Du kannst das Netz des Energieversorgers leider nicht als Pufferspeicher für Deinen Strom benutzen. Es gibt nur dann selbstgemachten Strom, wenn das BHKW zeitgleich mit dem Bezug auch wirklich läuft.


Ist von der reinen Kostenseite betrachtet eine mehr oder minder permanente Stromerzeugung ertragreich? Sprich, liegt der Preis für das Gas zur Erzeugung des Stroms unter dem Wert von 0,0511 Euro?

Nein - gerade nach dem Wegfall des auf 10 Jahre begrenzten KWK-Zuschlags werden die Gestehungskosten (Brennstoff, Wartung, usw.) höher sein als die Einspeisevergütung. Auch innerhalb der 10-jährigen Förderung wird's knapp mit der Einspeisung. Also einfach die Laufzeit durch gleichzeitiges Heizen und Lüften zu verlängern und damit Geld verdienen - das klappt nicht :thumbdown:

Interessant ist es nur, einen möglichst hohen Anteil des produzierten Stroms selbst zu nutzen, da Du hierbei den Einspareffekt dadurch hast, daß eine kWh nicht aus dem Netz bezogen und bezahlt werden muß.

Da ein großer Teil des Strombezugs auf eine gleichmäßige Grundlast fällt und nur ein kleinerTeil als Spitzenlast (Herd, Spülmaschine, Waschmaschine,...) sich zeitlich steuern lässt, wird es bei überdimensionierten BHKWs schwer, den Anteil zwischen eingespeister und selbst genutzter Energie ausreichend günstig zu beinflussen.

Besser ist es, wenn die Grundlast in der Höhe der el. Leistung des BHKWs liegt und das BHKW lieber mit einer niedrigeren Leistung länger arbeitet, um nicht so viel Stromüberschuß für unrentable Einspeisung zu produzieren.

Viele Grüße

André
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19

Freitag, 20. Januar 2012, 02:37

Du kannst das Netz des Energieversorgers leider nicht als Pufferspeicher für Deinen Strom benutzen. Es gibt nur dann selbstgemachten Strom, wenn das BHKW zeitgleich mit dem Bezug auch wirklich läuft.
Die Aussage, dass KWK Betreiber das Stromnetz als Pufferspeicher nutzen können, sorgt bereits seit Jahrzehnten für Diskussionen.

Ein Stromnetz wird genutzt um den Strombedarf der angeschlossenen Geräten zu decken, d.h. um die Stromverbraucher mit den Stromerzeugern zu verbinden. Eine Speicherfunktion wie z.B. ein Wärmespeicher diese besitzt, hatte und hat das Stromnetz nicht und wird es auch nie haben.

Am Stromnetz angeschlossen sind von je her, sogenannte Pumpspeicherkraftwerke die für die Speicherung von Strom zuständig sind. In Zukunft werden sich sowohl die Pumpspeicherkraftwerke erhöhen, als auch das neue Speichertechnologien verwendet werden um elektrischen Strom zu speichern. Dies wird immer durch die Umwandlung des elektrischen Strom in eine andere Energieform realisiert, denn elektrischen Strom kann man direkt nicht speichern ! ( siehe Stromspeicher )

In vielen Verkaufsveranstaltungen rund um Kleinkraftwerke wird aber den Bürgern erzählt, dass der Eigenerzeugungsanlagen Betreiber das Stromnetz als "Speicher" verwendet. Er erzeugt Strom nutzt einen Teil und speist einen Teil den er im Moment nicht selbst verwendet ein und kauft ihn zu einem anderen Zeitpunkt zurück. Der Nachteil ist, dass die Einspeisevergütung nur ein Bruchteil von dem Strompreis beträgt.

Nein - gerade nach dem Wegfall des auf 10 Jahre begrenzten KWK-Zuschlags werden die Gestehungskosten (Brennstoff, Wartung, usw.) höher sein als die Einspeisevergütung. Auch innerhalb der 10-jährigen Förderung wird's knapp mit der Einspeisung. Also einfach die Laufzeit durch gleichzeitiges Heizen und Lüften zu verlängern und damit Geld verdienen - das klappt nicht
Grundsätzlich stimme ich Doc Joachim zu.

Aber auch hier möchte ich darauf hinweisen, dass durch den Betrieb der EIgenerzeugungsanlage Vorteile entstehen, die der Betreiber mit einer Heizungsanlage nicht hat. Ich lasse dabei den Ökologischen Aspekt, der mir persönlich und sicher auch vielen anderen sehr wichtig ist bewusst weg.

Nur wenn Du auch Strom erzeugst und diesen einspeist erhälst Du natürlich zumindest einen Teil der Mehrwertsteuer ( Vorsteuer genannt ) zurück, sofern Du auch auf den Strom den Du einspeist MwSt verlangst ( was man tun sollte ) Wenn ich also den Brennstoffpreis um die MwSt reduzieren, die Energiesteuerbefreiung berücksichtige ( der gesamten von der KWK Anlage benötigten Brennstoffmenge ) kann ich während der ersten 10 Jahre auch Geld mit der Einspeisung verdienen.

Aber wir sagen immer: Etwa die Hälfte der erzeugten Strommenge sollte im Gebäude genutzt werden, um eine nachhaltige Wirtschaftlichkeit zu erreichen.

um nicht so viel Stromüberschuß für unrentable Einspeisung zu produzieren.
Deshalb habe ich das geschrieben, mich störte in Deinem sonst sehr guten Beitrag, dass Wort "unrentabel" das fehlerhaft hier verwendet wird.

Unrentabel = nicht rentabel = Verlustgeschäft und das ist falsch zumindest wenn man die ersten 10 Jahre betrachtet. Nach den 10 Jahren, muss man sich ansehen, wie hoch der Brennstoffpreis ist und wie hoch die EInspeisevergütung.

Zu starkes vereinfachen macht den Sachverhalt weder klarer noch richtiger.

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Freitag, 20. Januar 2012, 08:03

Muss nochmals beim Thema MwSt. nachhacken:

Dachsfan schreibt:

Nur wenn Du auch Strom erzeugst und diesen einspeist erhälst Du natürlich zumindest einen Teil der Mehrwertsteuer ( Vorsteuer genannt ) zurück, sofern Du auch auf den Strom den Du einspeist MwSt verlangst ( was man tun sollte ) Wenn ich also den Brennstoffpreis um die MwSt reduzieren, die Energiesteuerbefreiung berücksichtige ( der gesamten von der KWK Anlage benötigten Brennstoffmenge ) kann ich während der ersten 10 Jahre auch Geld mit der Einspeisung verdienen.

Würde für mich bedeuten auch die für die Anlage bezahlte MwSt. kann als Vorsteuer geltend gemacht werden? Würde die Anschaffungskosten ja sehr wesentlich nach unten treiben. Die in der Beispielrechnung genannten Preise waren Brutto, sprich Anlagenanschaffung. Bei 20 TE sind das rund 3200 Euro. Noch
die 1500 Euro Förderung vom Staat weggerechnet würden die Kosten auf ca. 14.700 sinken. Das hört sich spannender an.

ÖKOPORTAL - Das Webverzeichnis der Ökobranche Energieliga.de