Nachdem der Ölpreis und
Erdgaspreis ständig in Bewegung ist, wir KWK Betreiber ständig unsere Energieversorgungsverträge im Auge haben müssen einige Informationen warum Erdgas zu unterschiedlichen Preisen angeboten wird:
Aufgrund der Planungssicherheit haben viele Händler langfristige Lieferverträge mit einer Preisbindung an das Öl vereinbart ( Kopplung des Gaspreis ), die Beschaffungskosten steigen und fallen mit den Ölpreisen. Gerade zum Zeitpunkt der niedrigen Ölpreise war dies ansprechend, mit steigendem Ölpreis sitzen die Händler auf teuer eingkauften Erdgasmengen und bieten Lieferverträge teuer an. Da sie andererseits das "teuer eingekaufte" Erdgas abnehmen müssen, verkaufen sie es billig auf dem Grosshandelsmarkt bzw. an Gasbörsen.
Andere Händler haben ohne Ölpreisindizierung eingekauft, bedienen sich an den billigen Börsenpreisen und können auch bei steigenden Ölpreisen günstigere Lieferverträge anbieten. Als "Neukunde" wird man nicht nur bei den Banken umworben, auch als Energieeinkäufer bekommt man häufig als "Wechselwilliger" Interessent gute Konditionen. Nachteil, ab und zu geht so eine Firma auch einmal pleite.
TelDaFax um Beispiel wird derzeit vom vorläufigen Insolvenzverwalter H.Bähr geführt, soll aber angeblich von einem neuen Eigentümer übernommen werden. Auf der Webseite TelDaFax wird empfohlen, ein neues Angebot abzuwarten. Ob es Sinn macht können wir nicht sagen. Die Ersatzversorgung des Netzbetreibers ( §38 Abs. 2 EnWG ) sichert eine ununterbrochene Energielieferung, zunächst für drei Monate danach kommt man in den Grundtarif des Netzbetreibers, kann diesen aber mit Monatsfrist kündigen ( § 20 Abs. 1 StromGVV )