Sie sind nicht angemeldet.

1

Sonntag, 24. April 2011, 21:13

Jahresdauerlinie

hey,

ich hab die wöchentlichen verbrauchsdaten für mein efh. wie bekomm ich jetzt aus diesen daten die jahresdauerlinie?

durch den gasverbrauch konnte ich mir jetzt den wöchentlichen wärmebedarf errechnen. nun hab ich für jede woche die benötigte wärme in kwh. ich komm jetzt aber nich drauf, wie ich von dem wochenbedarf auf den stundenbedarf komm. ich kann ja nich einfach den wert einer woche durch 168 teilen? dann würde ich ja nie eine spitzenlast im jahr haben. im inet hab ich gelesen, ich soll normierte jahrgangslinien verwernden?

vielen dank und gruß
stefan

2

Sonntag, 24. April 2011, 23:46

Hallo Stefan,

Informationen über eine Jahresdauerlinie wie Du sie hier in der Wikipedia findest, sind sicherlich nicht über den wöchentlichen Gasverbrauch zu ermitteln.

Vieleicht kannst Du uns mitteilen, was genau Du wissen möchtest oder welche Information Du benötigst. Heizlastermittlung nach EN12831 ? siehe Heizlast
Alle Beiträge und Aussagen geben nur meine Meinung wieder und sind ohne Gewähr der Richtigkeit

3

Montag, 25. April 2011, 09:02

wie ich von dem wochenbedarf auf den stundenbedarf komm. ich kann ja nich einfach den wert einer woche durch 168 teilen?

Warum willst des so im Detail (nach Std.) wissen :?: und asserdem sind´s dann Daten aus der Vergangenheit. Die sind für eine Zukunftsplanung hilfreich aber ob die soooo genau sein müssen ?(

......verrat uns doch etwas mehr über Deine Motive oder Planungen, ich geh davon aus dass es sich um KWK dreht wenn Du hier "rumhängst" ;) ,

is dann für alle leichter Dir zu helfen :!:

...und Du gewinnst an Weisheit und Erfahrung :thumbsup:
Dezentrale KWK ist keine Brücke - sie ist die Lösung :!:

4

Montag, 25. April 2011, 11:43

Hey,

erst mal vielen Dank, dass Ihr euch mit mir beschäftigt :D

Ich habe hier jetzt den Gasverbrauch [m³] für jede Kalenderwoche von einem Jahr.

Quellcode

1
       223.08       246.84       186.12       175.56       192.72       205.92       232.32       234.96       196.68       182.16       153.12       149.16       105.6       113.52       155.76       67.32       67.32       58.08       38.28       47.52       34.32       22.44       15.84       15.84       14.52       17.16       17.16       9.24       9.24       9.24       9.24       9.24       18.48       13.2       18.48       27.72       19.8       19.8       36.96       51.48       77.88       95.04       166.32       163.68       135.96       163.68       112.2       113.52       129.36       174.24       163.68       124.08


Aus diesen Daten möchte ich jetzt gerne eine Jahresdauerlinie erstellen. Auf der Abszisse die Stunden von 0 - 8760 und auf der Ordinate die Leistungsmenge in kW (wie man aus dem Gasverbrauch die Leistung bekommt, weiß ich ^^).

Wenn es immer noch nicht gut genug von mir beschrieben ist, dann würde ich einfach mal ne Excel-Datei posten, und Ihr gut mal, ob die Jahresdauerlinie richtig ist?

Vielen Dank und Gruß
Stefan

Schwedenpeter

aktives Mitglied

Beiträge: 1 258

Wohnort: Schwendi

Beruf: Referent für Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologie, BHKW Schulungen, Lehrbeauftragter an der Hochschule Ulm

  • Nachricht senden

5

Montag, 25. April 2011, 18:15

Die Jahrsedauerlinie ist nichts anderes als die Ganglinie nach Größe sortiert.

Due hast die Excel Datei und nimmst die Sortierfunktion und sortierst die Größenspalte nach Größe absteigend. Dieses Blatt nimmst du dann für eine Kurve. Links ist dann der höhchste Verbrauch, rechts der niedrigste.
Ein BHKW ist cool :D

pamiru48

KWK Entdecker

Beiträge: 146

Wohnort: 02828 Görlitz

Beruf: Rentner

  • Nachricht senden

6

Montag, 25. April 2011, 18:42

Hallo - der Vergleich wird dir nicht viel weiterhelfen, außer was du nicht brauchst...:
Für ein 12-WE-MFH habe ich 2011 benötigt (BHKW + Spitzenlastkessel) Januar 1.957 cbm, Februar 1.781 cbm, März 1.448 cbm.
BHKW ist ein ecopower 4.7 G, Kessel 40 kW (mit ZH + WW)
Teils durch 10 - dann hast den elektr. Gröbst-Näherungswert (deinen Wochenwerten versucht anzunähern) ----> 1 kW mit ca. 4 kW thermisch... Dann versuch mal, damit zu "planen", geh von schätzungsweise 4...5.000 Bh p.a. aus - viel drunter brauchst kein BHKW !!!
Gruß, pamiru48
Und hier melke ich die Sonne :
http://home.solarlog-web.de/9604.html

(evtl. erst "Events" anklicken, dann auf "Grafik" zurück...)

7

Dienstag, 26. April 2011, 09:19

Hey,

ich brauch die Jahresdauerlinie für die Planung eines BHKW's oder eher für die Überprüfung, ob sich eins lohnen würde.

In dem ersten Bild (26.04.) hab ich nun die Jahresdauerlinie mit dem Wärmebedarf pro Kalenderwoche. Damit kann ich doch aber ein BHKW nich planen? Dazu muss ich doch erst mal den Wärmebedarf der Woche umrechnen, da ich doch sonst gar nicht die Höchstlast kenne?

Das zweite Bild (Unbenannt) ist zudem noch ein Diagram, so wie ich es benötige. Und ich weiß halt nicht, wie ich aus meinen Daten auf ein solches Diagram komme.

Vielen Dank und Gruß

Stefan
»deduemm« hat folgende Dateien angehängt:
  • 26.04.jpg (290,11 kB - 21 mal heruntergeladen - zuletzt: 27. Oktober 2011, 13:39)
  • Unbenannt.JPG (24,49 kB - 9 mal heruntergeladen - zuletzt: 27. Oktober 2011, 13:39)

8

Dienstag, 26. April 2011, 10:08

In dem ersten Bild (26.04.) hab ich nun die Jahresdauerlinie mit dem Wärmebedarf pro Kalenderwoche.

Dann nimm halt in Deiner Exceldatei anstatt der Linie das Balkendiagramm und stell die 52 Pfosten nebeneinander und fertig.

Mir erschließt sich aber immer noch nicht was Du damit planen willst :?: Du bist viel zu tief im Detail drin.

Der vergangene Winter war relativ kalt und im Juni 2010 habe ich in meinen Mietobjekten die Heizung angeschmissen weil das Geschrei groß war.

Was ist, wenn nach einem vielleicht bevorstehenden heißen Sommer ein milder Winter kommt?

Dann hast schöne Balkendiagramme aus 2010, vielleicht noch gerahmt? ?(

Probier´s doch erst einmal mit dem vom @pamiru beschriebenen Weg. Ist einfacher und, meiner Meinung nach, genauso effektiv. :thumbup:
Dezentrale KWK ist keine Brücke - sie ist die Lösung :!:

9

Dienstag, 26. April 2011, 12:58

es geht um die auslegung eines bhkws, dafuer benoetige ich doch eine detailliertere jahresdauerlinie?

10

Dienstag, 26. April 2011, 13:13

Nein, dazu benötigst Du im ersten Schritt den Jahresstrombedarf des Objektes in dem die KWK Anlage eingesetzt werden soll und den Wärmebedarf. Einige Informationen worauf Sie als Interessierter achten sollten stehen in unserer Wiki.

Wenn Mieter vorhanden sind, sollte der Umlagefaktor beachtet werden, es darf nicht die gesamte Brennstoffmenge zu Lasten der Mieter gerechnet werden. Der Brennstoffanteil der Stromerzeugung muss vom Betreiber getragen werden.

Hinweis: Es gibt auch Kritik an der Wirtschaftlichkeit

KWK Verwaltung ist so ein Kritikpunkt

Servicekosten ein anderer.... :rolleyes:

Damit keine Mißverständnisse aufkommen, ich bin Dachsfan und möchte meine KWK Anlage vom Typ Dachs nicht vermissen und bin zufrieden. (Habe aber auch ein Objekt für eine solche Anlage: www.Haus.Suefke.de )
Alle Beiträge und Aussagen geben nur meine Meinung wieder und sind ohne Gewähr der Richtigkeit

Schwedenpeter

aktives Mitglied

Beiträge: 1 258

Wohnort: Schwendi

Beruf: Referent für Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologie, BHKW Schulungen, Lehrbeauftragter an der Hochschule Ulm

  • Nachricht senden

11

Dienstag, 26. April 2011, 14:16

Hast du mal den Gesamtverbrauch an Gas, den Gebäudetyp, (EFH, 1980 gebaut oder so) ich rechne das mit einem Programm durch.
Der Dachs ist zu groß, das kann ich dir jetzt schon sagen. evtl. der ecopower 3.0.
Ich weiß aus der grünen Ecke kommen jetzt :tomate
(War nen Scherz - sowas muss sein!)
Ein BHKW ist cool :D

12

Mittwoch, 27. April 2011, 04:37

Über die Größe der Anlage muss man reden wenn man die Eckdaten hat. Die erforderlichen Eckdaten sind Jahreseigenstrombedarf der Gebäudernutzer, Jahreswärmebedarf des Gebäudes, Gebäudeart ( Fläche, Baujahr, EFH,MFH)
Alle Beiträge und Aussagen geben nur meine Meinung wieder und sind ohne Gewähr der Richtigkeit

Schwedenpeter

aktives Mitglied

Beiträge: 1 258

Wohnort: Schwendi

Beruf: Referent für Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologie, BHKW Schulungen, Lehrbeauftragter an der Hochschule Ulm

  • Nachricht senden

13

Mittwoch, 27. April 2011, 10:29

Siehste, da kommen sie, die :tomate
Ich fange sie auf und mache Tomatensalat daraus. Ich hoffe die nehmen reife und schmackhafte Tomaten.

Aus der Angabe EFH kann man schon mal erwarten, dass ein Dachs zu groß ist. Der Bedarf von maximal 250 m³ Erdgas in einer Woche bedeutet einen Verbrauch von 2500 kWh Wärme in einer Woche zu 168 Stunden. Wenn der Dachs durchläuft würde er 12,5kW + 168h = 2100 kWh Wärme produzieren. Also 84%, das ist deutlich zu viel, 30 - 40% sollten es sein, damit er auf wirtschaftliche 5000 Betriebsstunden kommt. Kommt er aber garantiert nicht. Der Dachs ist zu groß.

Ich hoffe die bleiben bei Tomaten und werfen keinen Schlamm. :)
Ein BHKW ist cool :D

14

Mittwoch, 27. April 2011, 17:14

hey,

hier der Verbrauch der letzten Jahre.

Jahr Gas [kWh] Strom [kWh]
2001 37810 6101
2002 39336 5936
2003 43704 5664
2004 43704 5664
2005 36552 4558
2006 39117 5933
2007 35213 6106
2008 38292 4997
2009 34595 4896
2010 39110 4940

das Haus ist Altbau.

Hoffe, dass das erst mal reicht.

Vielen Dank und Gruß
Stefan

15

Mittwoch, 27. April 2011, 20:34

Also ein Einfamilienhaus als Gebäude im Bestand.

Ich würde keine KWK Anlage einsetzen, da sowohl Wärme- als auch Strombedarf ungeeignet sind.
Alle Beiträge und Aussagen geben nur meine Meinung wieder und sind ohne Gewähr der Richtigkeit

16

Donnerstag, 28. April 2011, 08:03

Ich hoffe die bleiben bei Tomaten und werfen keinen Schlamm.

nur keine Angst, wo Du recht hast hast Du recht. Ich hatte ja den gleichen Verdacht wie Du und jetz sehn wir´s schwarz auf blau :)

Aber es gibt ja (hoffentlich bald) auch den "kleinen Grünen" ?(

Drum sollte die Aussage von @Dachsfan Ve))

Ich würde keine KWK Anlage einsetzen, da sowohl Wärme- als auch Strombedarf ungeeignet sind.

nicht so "hart" hier stehenbleiben.

Die kleinen 1.0er Geräte gibt´s aber auch in anderen Farben jetzt schon zu kaufen :!:
Dezentrale KWK ist keine Brücke - sie ist die Lösung :!:

Schwedenpeter

aktives Mitglied

Beiträge: 1 258

Wohnort: Schwendi

Beruf: Referent für Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologie, BHKW Schulungen, Lehrbeauftragter an der Hochschule Ulm

  • Nachricht senden

17

Donnerstag, 28. April 2011, 09:07

Also mit einem ecopower 3.0 liegst du bei 3368 Betriebsstunden. Du benötigst einen 500 l Pufferspeicher und einen Spitzenlastkessel von 6,8 kW, dann hast du folgende JDL:

index.php?page=Attachment&attachmentID=77

Ein Whispergen schafft 3481 Bh, 500 l Pufferspeicher und 7,1 kW Sitzenlastkessel.

index.php?page=Attachment&attachmentID=78

Die Kurven sind sehr ähnlich.
Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung kann ich nicht machen, der Aufwand ist deutlich höher.
Wenn es dir um Ökologie geht, nimm einen dieser Geräte. Damit bist du ökologischer als mit einer Heizung und Strombezug, es sei denn du wohnst in Norwegen.
Wenn es dir um Geld sparen geht, lass die Finger vom BHKW.
Interessant wäre aber wenn du die Wärme deinem Nachbarn verkaufen kannst.
Soweit mal.
Ein BHKW ist cool :D

18

Donnerstag, 28. April 2011, 14:35

Aber es gibt ja (hoffentlich bald) auch den "kleinen Grünen"
Den gibt es - kannst Du überall bestellen und wird dann in Kürze geliefert.

Ja eine Dachs Stirling Anlage könnte man einsetzen, ich stimme Schwedenpeter zu, er hat es ebenfalls auf den Punkt gebracht, aus Umweltgründen ja, aus wirtschaftlichen Gründen nein. Wo ich Schwedenpeter wiederspreche ist das z.B. der 3,0 ecopower zu teuer sein wird, fürchte ich. ( Wegen dem Spitzenlastkessel)
Alle Beiträge und Aussagen geben nur meine Meinung wieder und sind ohne Gewähr der Richtigkeit

19

Freitag, 29. April 2011, 10:24

hey,

wie hast du jetzt die JDL erstellt? Genau das Ergebnis will ich auch aus meinen Daten erhalten.

Vielen Dank und Gruß
Stefan

Schwedenpeter

aktives Mitglied

Beiträge: 1 258

Wohnort: Schwendi

Beruf: Referent für Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologie, BHKW Schulungen, Lehrbeauftragter an der Hochschule Ulm

  • Nachricht senden

20

Freitag, 29. April 2011, 10:52

Dazu besitze ich ein Rechenprogramm MiniBHKW. Das nutze ich beruflich für Schulungen. Das ist sehr gut, aber auch nicht gerade billig. Es rechenet in 8760 Stundenscheiben das Jahr durch. Die Verbräuche, die Laufzeiten, ggf. Solarertrag, Pufferspeicher Ladung und Entladung.
Ich hoffe Dchsfan schmeist mir jetzt nur Tomaten und keine Bierflaschen oder gebrauchte Batterien von seinem Elektroauto an den Kopf wenn ich die Quelle zu dem Programm verrate. Wenn ich grad schon dabei bin Werbung zu machen. Die nächsten Termine für Schulungen bei findest du unter www.wbzu.de

:woistderbriegkrugsmily?:


Lieber Dachsfan: "Wenn es dir um Geld sparen geht, lass die Finger vom BHKW." Mit der Aussage meinte ich, dass ohne wirkliche Wirtschaftlichkeitsberechnung keines der beiden BHKW als wirtschaftlich zu betrachten ist. In Kooperation mit Nachbarn wäre aber evtl. was wirtschaftlich zu machen. Und sollte dir Wirtschaftlichkeit egal sein, ökologisch sinvoll sind beide. Der ecopower mehr als der Dachs Stirling.
Ein BHKW ist cool :D

ÖKOPORTAL - Das Webverzeichnis der Ökobranche Energieliga.de