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Freitag, 11. Dezember 2009, 21:51

die kleinen Kraftwerks GAU`s

Nachdem ich noch vor wenigen Tagen mit einem netten Mitglied darüber diskutiert hatte, das in deutschen Kraftwerken eigendlich fast täglich kleine und grosse GAU`s auftreten, habe ich heute mal ein neues Thema eröffnet.

Heute hat es ein kleines Kraftwerk in Hamm erwischt das RWE gehört. Ein 60 m Schornstein wollte nicht mehr und ist eingestürzt.
Zur Pressemeldung
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Dachser

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2

Samstag, 12. Dezember 2009, 04:32

Und ich dachte alles sei soooooo sicher :-(plem
:thumbsup: Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt. :thumbup:

3

Samstag, 12. Dezember 2009, 13:08

Und ich dachte alles sei soooooo sicher
Ich beobachte schon seit Jahrzehnten das ständig schwere Unfälle in Kraftwerke "passieren". Ebenfalls im Nahbereich ist im Jahre 2001 das Kokereigas Kraftwerk Hermann Wenzel explodiert.

Aus meiner Sicht wird man der Verantwortung die man als Kraftwerksbetreiber trägt nicht gerecht :-!!

Bei Kernkraftanlagen läuft es mir deshalb immer Eiskalt den Rücken runter. ( Spätestens jetzt muss Schwedenpeter aber wach werden ((lachen(( )
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Schwedenpeter

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4

Montag, 14. Dezember 2009, 09:56

((lachen(( Huhu - hier bin ich. Manche Leute sitzen am Wochenende nicht vorm Computer ((lachen(( sondern - ???
Werden die Autobauer ihrer Verantwortung gerecht und bauen endlich mal Autos die keine Unfälle bauen?
Jedes Jahr werden 150 Menschen durch herabfallende Kokosnüsse erschlagen. Hat jemand schon mal die Evolution verklagt, wie sie so leichtsinnig sein konnte derart hohe Bäume hervorzubringen?
Ein BHKW ist cool :D

Dachser

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5

Montag, 14. Dezember 2009, 12:30

Zitat

Werden die Autobauer ihrer Verantwortung gerecht und bauen endlich mal Autos die keine Unfälle bauen?

Immer noch fahren Menschen die Autos und das mit den Kokosnüssen das ist Naturgesetz, der GAU sicher nicht. :nono

Also das scheint mir Äpfel mit Birnen verglichen zu sein, lieber Schwedenpeter
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6

Montag, 14. Dezember 2009, 14:32

Also das scheint mir Äpfel mit Birnen verglichen zu sein, lieber Schwedenpeter
:love: Das finde ich auch :-!!

Die Fahrzeughersteller haben sehr sichere Fahrzeuge gebaut und Maßnahmen ergriffen das im Falle der Fälle ( eines Unfalles) dieser nicht so grosse Schäden verursacht. Die Natur ist so wie sie ist, Menschen sterben auch durch Krankheiten, auch hier kann keiner die Natur verklagen das er krank wurde und sterben muss.

Kraftwerksbetreiber verursachen aber grosse Gefahren da sie grosse Anlagen betreiben. Wenn etwas schief geht, dann sind die Auswirkungen enorm. Zum einem entsehen sehr hohe Stromimpulse es wird hektisch in den Hochspannungswarten geschaltet und häufig fallen die Signalanlagen aus, in den Wasserwerken reißen Pumpen alles kaputt usw. Von den direkten Schäden gar nicht zu reden.

Hier geht es zu einem Video des Vorfalls in Hamm : zum Film

Ich finde es bedenklich wie alles runter gespielt wird, so wird auch im Film lediglich davon gesprochen "das der Kamin einfach nur so abgeknickt sei" alles gar nicht schlimm.....
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Schwedenpeter

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7

Montag, 14. Dezember 2009, 15:16

Nun, ganz so ernst braucht ihr das nicht zu nehmen, das mit den Kokosnüssen. "Mache mit deiner Schwiegermutter einen Spaziergang unter Kokospalmen" ist dort ein geflügeltes Wort . :denk
Aber Energieerzeuger und Autos lassen sich durchaus treffend vergleichen. Die Auswirkungen beim Autofahren sind nämlich auch durchaus enorm. Hier in Ulm hat es mal eine Massenkarambolage mit weit über 100 Autos gegeben. Hundert Schrottautos, das war ein kapitaler Schrottplatz (nach der Verschrottungsprämie allerdings der Normalfall) Nun, man könnte durch entsprechende Sicherungstechnik die Fahrdichte auf Autobahnen messen und die ankommenden Autos automatisch bremsen. Möglich wäre das. Aber kaum bezahlbar. Deshalb muss immer ein gangbarer Weg gefunden werden. Mit einem Restrisiko muss man leben.
Es geht auch anders:
z.B. so:

oder so:

Da kannst du nicht mal aus dem Fenster fallen.
Beide Hütten haben kein Strom. An heißem Wasser kannst du dir auch nicht die Finger verbrennen. Die haben auch kein fl. Wasser.
(Die obige Hütte leih ich mir gerne als Ferienhaus)
Nein, Leben bedeutet Risiko.
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8

Montag, 14. Dezember 2009, 15:24

Aber Energieerzeuger und Autos lassen sich durchaus treffend vergleichen.
Dann frage ich mal, ob es auch für Kraftwerke eine TÜV gibt der alles kontrolliert und z.B. den Kamin regelmäßig TÜV geprüft ist. Fahrzeuge müssen regelmäßig zu TÜV und der Betreiber darf bezahlen.

Ist aber nur der dumme Bürger der sich nicht wehrt. Der Kraftwerksbetreiber muss seinen Kamin nicht regelmäßig TÜV prüfen lassen, der Schonrsteinfeger ist dafür auch nicht zuständig, der ist nur für kleine Bürger zuständig weil die sich nicht wehren können............
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Schwedenpeter

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9

Montag, 14. Dezember 2009, 15:27

Doch der Kamin wird auch vom TÜV geprüft. Alle 20 Jahre mindestens.
Im Kernkraftwerk ist das allerdings anders, da sind das Dauergäste. Deshalb passiert da auch nix. :love:
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Dachser

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10

Montag, 14. Dezember 2009, 15:59

Wo Menschen sind, passieren auch Fehler und Menschen bauen Maschinen! Die Auswirkung bei einem Autounfall, sei es Massenkarambolage oder Einzelunfall, sind für die Betroffenen immer schlecht. Aber die Betroffenen sind immer ein kleiner Rahmen, wenn es zum GAU käme, das ist das schon kein Rahmen mehr, weil es so große Rahmen gar nicht gibt. :D
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11

Montag, 14. Dezember 2009, 16:43

Doch der Kamin wird auch vom TÜV geprüft. Alle 20 Jahre mindestens.
Ich werd meinen Schorni jetzt anrufen und ihm mitteilen, dass er jetzt nur noch jede 20 Jahre kommen darf :-!!

Danach ruf ich beim TÜV an, ich will für meine Fahrzeuge die 20 Jahresplakette, ob die vorrätig ist oder bestellt werden muss ... ((lachen((
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Dachser

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12

Montag, 14. Dezember 2009, 17:05

Da bekommst du nicht die 20-Jahres-Plakette, sondern Punkte in Flensburg, wenn der TÜV/AU abgelaufen ist.
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Schwedenpeter

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Montag, 14. Dezember 2009, 17:24

Ich werd mal versuchen herauszufinden wie die Lage wirklich ist. Das interessiert mich tatsächlich.
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Schwedenpeter

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Dienstag, 15. Dezember 2009, 08:05

Also, Kamine müssen alle 2 Jahre von einem Sachverständigen geprüft werden. Wenn man die Nachricht durchliest, steht da, dass ein Feuer die Ursache war. Nun stellt sich mir die Frage, ob das ein ausgelungsübergreifendes Ereignis war. Eigentlich muss man davon ausgehen, dass solche Feuer auftreten können und der Kamin das 30 Minuten überstehen muss.
Nun ist der Trafo beschädigt worden, es gab ein Kurzschluss, Ausfall einiger Anlagen, z.B. Ampeln.
WENN DAS IN EINEM Kernkraftwerk passiert wäre, dann wäre das tagelang in der Tagesschau behandelt worden. Schreckensszenarien wären aufgestellt worden, s. Krümmel. Obwohl der Trafo nix nukleares ist.
Nun, Es gibt nunmal ein Restrisiko mit dem wir leben müssen. Und bevor wir die These aufstellen, die Verantwortlichen kämen ihrer Sorgfaltspflicht nicht nach, schauen wir mal ob wir alles perfekt gemacht haben.
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Schwedenpeter

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15

Dienstag, 15. Dezember 2009, 08:45

von Dachsfan:
kleine und grosse GAU`s

also: ein GAU ist ein größter anzunehmender Unfall. Die Mehrzahl davon wäre GAUs. Und es gibt keinen kleinen GAU. Beim Kernkraftwerk, und da kommt es her, ist dies ein zweiseitiger Abriss der Primärkühlmittelleitung. (Bei DWR und SWR) Dieser größte noch anzunehmende Unfall muss beherrscht werden in der Weise, dass keine Radioaktivität frei gesetzt wird. Die Sicherheitskultur muss und ist auch deshalb hier eine andere als in konventionellen Bereichen.
Wie geht ihr damit um? Ihr habt sicher auch flexible Anschlüsse zwischen BHKW und Installation, sind diese mit einem Schutz versehen, damit beim Aufplatzen der Leitung keinem das heiße Wasser ins Gesicht spritzt? Bei Gas-BHKW ist eine Freisetzung von Gas möglich. Habt ihr eine Gas-Warnanlage die im Fehlerfall das Gas abstellt? (Hab ich, kostet pro Jahr fast 5000 Euro Wartung)
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16

Dienstag, 15. Dezember 2009, 14:00

Kamine müssen alle 2 Jahre von einem Sachverständigen geprüft werden
Was genau wird denn da geprüft ?

Ich kenne viele baufällige Kamine auf Wohngebäuden, da sagen die Schornsteinfeger nichts. Die interessiert nur das die Heizung in Ordnung ist und der Kamin gefegt wird bzw. dort ein eingezogenes Rohr vorhanden ist. Dann wird nur das eigezogene Rohr geprüft, da kann der Kamin baufällig sei wie er will.

Ich habe das mal angesprochen ( bei der Schornsteinfegerinnung ), man sagte mir das der Gebäudeeigentümer selbst verantwortlich sei, er könne ja einen Sachverständigen für Gebäude hinzuziehen wenn er das nicht selbst beurteilen könne. Analog dazu die Elektrotechnik und Gastechnik, auch hier gibt es keine vorgeschriebenen Prüffristen, z.B. jede 10 Jahre.

Ich bin überzeugt davon das auch bei Kraftwerken bis auf kleine Teilbereiche alles im Verantwortungsbereich des Betreibers ist. Nur ist das viel gefährlicher einen 60 m hohen Kamin zu haben. :-!!
Nun ist der Trafo beschädigt worden, es gab ein Kurzschluss, Ausfall einiger Anlagen, z.B. Ampeln.
Da sind wir auf den Punkt gekommen.

Da fällt ein 60m hoher Kamin unter anderem auf ein Hochspannungstransformator und regional bricht die Stromversorgung zusammen. Stromausfääle führen in unserem Hochtechnisierten Land zu Problemen. Aufzüge bleiben stehen, Strassenbahnen und U-Bahnen usw. In Fabriken kann nicht mehr gearbeitet werden, in den Büros gehen alle PC`s aus.....

Aber es war ja nur ein 60 m Kamin der auf einen Trafo gefallen ist ...alles kein Problem. ;(
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Schwedenpeter

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17

Mittwoch, 16. Dezember 2009, 07:10


Stromausfälle führen in unserem Hochtechnisierten Land zu Problemen.




Das mit dem zum zitieren auswählen funzt nicht mehr richtig. Egal
Schön, dass du das erwähnst. Du gibst mir eine Steilvorlage:
Also, es gibt wunderschöne Unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USV) mit Brennstoffzellen. Solche führe ich bei Vorträgen gerne vor. Die funktionieren zuverlässig und dienen auch zur Sicherung von 230 oder 400 V Netzen. Sie können Lasten im kW Bereich über Stunden decken. Wer Bedarf hat...
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