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Freitag, 13. Februar 2009, 19:15

variable Strompreise ab 2010 ? Wird Strom unbezahlbar ?

Als der alte Thomas Edison die dezentrale Energieversorgung erfunden hatte, denn ursprünglich wollte er den Strom in Verbrauchernähe produzieren, kostete der Strom immer das gleiche pro Leistungseinheit. Ab 2010 hat der Stromkunde das Recht einen so genannten intelligenten Stromzähler zu erhalten ( aber nicht kostenlos :D ) der ihm genau anzeigt wann er welche Strommenge verbraucht hat.

Ab 2011 wird es dann flexible Stromtarife geben, der Strompreis hängt dann von der Tageszeit ab.

Wer glaubt das die Stromverkäufer nur das beste für den Kunden wollen könnte enttäuscht werden, denn das neue lastabhängige Strompreismodell kostet Geld und das bezahlt nur vorläufig der Stromhändler. :rolleyes:

Hier wird es wichtig eine eigene Eigenerzeugungsanlage zu besitzen, die in Zeiten des Höchsttarifs wo man aber unbedingt Strom benötigt, die Stromproduktion aufnimmt.

Hintergrund Info: Haushaltskunden und Gewerbekunden sollen durch Preisinduzierung ihre Stromnachfrage verschieben um die Auslastung des Netzes und der Kraftwerke zu optimieren. Der starre Einheitstarif wird wie die Dampflok sterben :-!!
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HB-Dachs

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2

Freitag, 13. Februar 2009, 21:08

Danke für die Informationen Dachsfan, also haben sich die Gerüchte doch Bewahrheitet :diablo:
Dann gibt es auch bei mir noch mehr Feintuning bei den Einstellungen.

LG Helmut
The Artist Formaly Known As HB-Dachs Der Forumsbetreiber teilt NICHT meine Meinung und manchmal distanziert er sich auch von mir!!

Dachser

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3

Samstag, 14. Februar 2009, 06:07

Ich habe schon in einem anderen Beitrag gesagt, daß die EnBW hier heftig Werbung für diesen Zähler macht, was er kostet weiß ich nicht, brauch ich auch nicht, weil ich ja ein BHKW habe. Ich sehe schon die Leute Abends oder Nachts vorkochen, damit das Essen mIttags bei Hochtarif nur noch erwärmt wird.

Künftig ist das BHKW also nicht nur eine Wärme-uns Strom produzierende Heizung, sondern auch ein Stück Lebensqualität, daß ich meinen Strom bei Bedarf selbst erzeuge, während andere schauen müssen, wie sie die Hochpreiszeiten umgehen können. Ich bin froh ein BHKW installiert zu haben, auch wenn besonders bei mir die Rentabilität in Frage gestellt wird.
:thumbsup: Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt. :thumbup:

4

Samstag, 14. Februar 2009, 16:31

Ich sehe schon die Leute Abends oder Nachts vorkochen, damit das Essen mIttags bei Hochtarif nur noch erwärmt wird.
Nicht unbedingt :-!!

Auf der Messe wurde darüber gesprochen das Gasherde in Zukunft sehr viel mehr gekauft werden :!: Aber auch Eigenerzeugungsanlagen ( KWK, PV Anlagen usw.) werden mehr gekauft und eingesetzt. Auch sollen sogenannte Energiegenossenschaften Bürger zu Gemeinschaften zusammenführen, ob `s klappt ?(
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Bernigo

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5

Samstag, 14. Februar 2009, 20:24

Hintergrund Info: Haushaltskunden und Gewerbekunden sollen durch Preisinduzierung ihre Stromnachfrage verschieben um die Auslastung des Netzes und der Kraftwerke zu optimieren. Der starre Einheitstarif wird wie die Dampflok sterben


Hallo Zusammen,

ich verstehe nicht, warum Ihr euch hier aufregt? ein dezentrales Stromnetz kann nur dann richtig und störungsfreu funktionieren, wenn das Stromangebot und die Stromnachfrage ausgeglichen ist, und diese Anpassung findet über den Preis statt. was ist daran negativ bzw. Abzocke? dies gilt doch nicht nur für den "kleinen Mann", sondern auch für die Industrie. So werden z.B. in der Zukunft Kühltruhen (Einzelhandel/Großhandel) nachts aus -20 Grad abkühlen und tagsüber bis an die Taugrenze auftauen, wenn der Strom teuer und knapp ist.

Dezentrale Energieversorgung und Einheitspreis kann nicht funktionieren :-!!

Viele Grüße

Bernigo

6

Samstag, 14. Februar 2009, 20:32

ich verstehe nicht, warum Ihr euch hier aufregt?
Also aufregen tue ich mich nicht, allerdings war ich sehr geschockt wie konkret das alles "unter der Decke" besprochen wurde. Es ist schon längst fest im Fahrplan und jeder Bürger muss sich überlegen ob und wie stark es ihn trifft.

Bei uns ist es so, dass unser Mitbewohner private Ferrrariszähler haben und behalten sollen. Wir werden und müssen also versuchen bis auf wenige Sommermonate in denen wir keine Wärme benötigen unsere KWK Anlage in den teuren Zeiten arbeiten zu lassen. Unser neuer Mehrtagesspeicher wird uns dabei helfen :-!!

Selbstverständlich werde ich Mitte des Jahres unser Energiemanagment sehr ernsthaft überdenken und automatisieren.
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Bernigo

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7

Samstag, 14. Februar 2009, 21:00

Bei uns ist es so, dass unser Mitbewohner private Ferrrariszähler haben und behalten sollen. Wir werden und müssen also versuchen bis auf wenige Sommermonate in denen wir keine Wärme benötigen unsere KWK Anlage in den teuren Zeiten arbeiten zu lassen. Unser neuer Mehrtagesspeicher wird uns dabei helfen


Hallo Dachsfan,

heißt das, dass Deine Mieter dann den Einheitstarif bezahlen, oder wie berechnes Du dann den von Dir an Deine Mieter gelieferten Strom?

Viele Grüße

Bernigo

Dachser

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8

Sonntag, 15. Februar 2009, 06:06

Zitat

ich verstehe nicht, warum Ihr euch hier aufregt?
Ich rege mich auch nicht darüber auf, das ist mir schon eine Weile klar, daß die Zukunft so aussieht und ich für mich, erhoffe mir davon, daß bei höheren Preisen des Stroms, mehr über den Umgang darüber nachgedacht wird, denn ich glaube nicht, daß dann jemand nachts um 3 Uhr aufsteht und Mittag Essen kocht nur weil der Strom da vielleicht 5-10ct/kW billiger ist. Deutschland jammert gerne, aber handeln tun leider nur ein paar.
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9

Sonntag, 15. Februar 2009, 08:06

wie berechnes Du dann den von Dir an Deine Mieter gelieferten Strom?
Unser Konzept war von Anfang an dazu gedacht unsere Wohnungen vermietbar zu halten und auch einen sozialen Beitrag zu leisten. Unser Wohngebäude ist von 1888 aber vielfach renoviert, sieht auch ausssen und innen nicht schlecht aus, aber ist eben doch 1888.

Wir werden unseren Mietern nur soviel Geld für Strom abnehmen wie wir müssen, d.h. Eigenstromerzeugung immer wenn der Strompreis hoch ist die Wärme wird in den neuen Mehrtagesspeicher eingelagert. Dadurch vermeiden wir auch ( was ich nicht will) das zu jeder Wohnung eine Gasleitung gezogen wird, oder das Propangasflaschen in den Wohnungen stehen.

Auf der Messe wurde darüber gesprochen, dass viele kleine Einfamilienhäuser ( ohne Erdgasanschluss) mit Wärmepumpe jetzt nach Einführung des flexiblen Strompreises neben der Mülltonne einen kleinen Kasten für zwei Propangasflaschen zum kochen bekommen werden. Diese schaltet dann automatisch um und bringt eine Anzeige das eine Flasche leer ist und gelegendlich gewechselt werden muss. Die Konzepte stehen schon :!:

Mit dem flexiblen Strompreis wird der Weg zur erzeugungsabhängigen und Abnehmeroptimierten Stromwirtschaft geöffnet. Erstmals ist ein Druck da, das unsere Elektrogeräte inteligenter werden müssen, d.h. entweder zentrale Steuerung mit Verbrauchsgerätenkommunikatoren oder die Elektrogeräte erhalten eine entsprechende Steuerung. Sicherlich werden unsere Elektrogeräte in Zukunft hauptsächlich dann arbeiten wenn billiger Strom zur Verfügung steht, jedoch wird es in der Übergangszeit ( 2010 - 2015) natürlich überwiegend noch die alten Geräte geben. Beim Kühlschrank könnte ich mir vorstellen, dass dort eine zwischengesteckte Schaltuhr das Problem löst, aber vom Gefrierschrank würde ich die Finger lassen :-!! Bügeln und Saugen, Aquarien elektrisch heizen und mit Luft versorgen, Schwimmbäder durchfiltern, Luft entfeuchten vieles wird zeitabhängig werden.
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10

Sonntag, 15. Februar 2009, 11:33

So werden z.B. in der Zukunft Kühltruhen (Einzelhandel/Großhandel) nachts aus -20 Grad abkühlen und tagsüber bis an die Taugrenze auftauen, wenn der Strom teuer und knapp ist.
Da werde ich dann aber nicht halbgetaute Teifkühlkost kaufen! ((lachen((

11

Sonntag, 15. Februar 2009, 13:00

Da werde ich dann aber nicht halbgetaute Teifkühlkost kaufen!
:D Nein natürlich nicht :!: Selbstverständlich werden alle Gefriertruhen ( und das müssen sie auch ) wenn die minimale Temperatur erreicht ist, die Kühlung starten.

Aber in Niedrigpreisigen Zeiten wird "vorgekühlt" d.h. auch wenn der normale Thermostat noch nicht geschaltet hat ( die Mindesttemperatur noch nicht erreicht ist) schaltet der Kompressor des Kühl/Gefriergerätes ein und kühlt z.B. 3-4 Grad weiter runter. Dadurch wird vermieden das dann z.B. 3-5 Stunden später die Kühlung genau in der teuersten Zeit angeht.
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Schwedenpeter

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12

Mittwoch, 25. Februar 2009, 09:51

variable Stromkosten

Also, ich find die Idee gut. Ein Zähler ermittelt, wenn der Strompreis hoch ist den Strombedarf und wenn der zu hoch ist, geht eine 500 Watt Sirene im Haus an und bittet alle Hausbewohner den Strombedarf zu drosseln. Wäre doch nicht schlecht, oder. So lassen sich Lastspitzen abfedern. :freunde:
Ein BHKW ist cool :D

Dachser

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13

Mittwoch, 25. Februar 2009, 14:17

Ich finde die Idee auch nicht schlecht, das würde dann auch den einen oder anderen zum sparsamen Umgang erwachen lassen.
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14

Mittwoch, 25. Februar 2009, 18:06

Ein Zähler ermittelt, wenn der Strompreis hoch ist den Strombedarf und wenn der zu hoch ist, geht
bei mir die Eigenerzeugungsanlage an und lagert die Wärme in meinem Langzeitspeicher ein :!:
;) So soll`s sein :-!!
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15

Mittwoch, 25. Februar 2009, 21:03

Das Problem bei der ganzen Sache wird noch sein, dass wenn alle versuchen nicht zur teuersten Zeit Strom zu verbrauchen und dieses auch schaffen, die Zeiten mit den teuersten Strompreisen sich ständig verändern.

Dachs
:rolleyes: Nur ein Dachs der läuft ist ein guter Dachs :rolleyes:

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Schwedenpeter

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16

Mittwoch, 25. Februar 2009, 21:38

gut!!!

sich ständig verändern




Endlich kommt Schwung in die Bude! Jeden Tag mal was neues!!
Ein BHKW ist cool :D

17

Mittwoch, 25. Februar 2009, 23:23

Ich glaube nicht, dass sich bei wechselnden Strompreisen im Haushaltsbereich große Änderungen in der Nachfrage ergeben werden. Man wird sich wohl kurz oder lang etwas erregen, aber die Bequemlichkeit wird siegen. Zum anderen sind in den heutigen Preisen schon so viele feste Bestandteile enthalten welche eine merkliche Verbilligung zu Zeiten des Stromüberangebotes verhindern. Also wird es wohl nur Zeiten mit den heutigen Preisen und solche mit teurerem Bezug geben. Wenn dann jeder Stromproduzent versucht zu den Hochpreiszeiten zu arbeiten, hat das früher oder später auch Auswirkung auf den Gaspreis. Also wie immer rechte Tasche linke Tasche.

Wenn ich dieser Abhängigkeit entkommen will, sehe ich zur Zeit gerade für den überschaubaren Verbrauch eines Eigenheims die Fotovoltaik als Alternative. Noch ein paar Jahre und Solarstrom kostet inclusive Speicherung so viel wie Haushaltsstrom. Je schneller nun der Preis für den Strom steigt um so schneller funktioniert Fotovoltaik ohne Subvention und nur eine Technik welche ohne Förderung auskommt wird sich wirklich durchsetzen.

Dachser

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18

Donnerstag, 26. Februar 2009, 03:23

Zitat

Ich glaube nicht, dass sich bei wechselnden Strompreisen im Haushaltsbereich große Änderungen in der Nachfrage ergeben werden.

Ich denke auch, daß das so viel nicht ausmacht, das wirkt sich für eine 4-köpfige Familie vielleicht mit 10,-€ im Monat aus und die aller-allermeisten können das schlucken.



Zitat

Wenn ich dieser Abhängigkeit entkommen will, sehe ich zur Zeit gerade für den überschaubaren Verbrauch eines Eigenheims die Fotovoltaik als Alternative.

Würde auch mich sehr freuen und das ist auch meine Meinung, deshalb habe ich als Rentner(falls ich mal Rentner werde) im Sommer die Fotovoltaik auf dem Dach und im Winter den Dachs im Keller. :party:
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19

Donnerstag, 26. Februar 2009, 16:29

Noch ein paar Jahre und Solarstrom kostet inclusive Speicherung so viel wie Haushaltsstrom.
Kiss Meine Rede :!: Meine Gebäude haben alle die Dächer voller Solartechnik und ein Dachs und neuerdings eine Wärmepumpe ( mit Dachstrom gespeist) als Hauptwärmeerzeuger .
Jedes Jahr wird Strom teurer, wer sich da nichts ausdenkt ist finde - doof :-(plem :negativ:

So gerne ich mit Euch über Wirtschaftlichkeit diskutiere, so ökologisch sehe ich das ganze System. Ich baue Stück für Stück alles um, so wenig Brennstoff wie möglich und soviel Strom wie möglich selbst zu produzieren. Sparen liegt mir nicht :blush2:
Wenn Strom zu gewissen Tageszeiten teuer ist, wird später die PV Anlage ( wenn die 20 JAhre EEG Vergütung abgelaufen sind) uns Strom liefern und/oder die KWK Anlage muss Strom erzeugen. Leute die keine KWK Anlage besitzen, sorry die müssen sich eben einschränken oder mehr bezahlen.
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Schwedenpeter

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20

Freitag, 27. Februar 2009, 08:37

Gas kann man problemlos speichern

Für Gas wird man kaum tagesabhängige Leistungspreise bezahlen, weil es sich wunderschön speichern lässt. Hier sehe ich die ganz große Chance für eine Million Mini BHKW die auf zentralen Befehl 2 kW hochmodulieren können. Das macht eine Spitzenlast von 2 GWel. Zukünftig könnte man dafür dann richtig Geld einstreichen. In dem Zusammenhang sind intelligente Stromzähler echt was wert.
Ein BHKW ist cool :D

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