Sie sind nicht angemeldet.

1

Freitag, 3. Februar 2012, 23:40

Sinnvolle Steuerung 2. Wärmeerzeuger

Bei uns (Einzelhandel) muß der Dachs (MSR2 Gas) ohne Spitzelastkessel auskommen. Das bedeutet, derzeit arbeitet er rund um die Uhr und fordert schon lange den Elektroheizstab an, den ich aber manuell ausgeschaltet habe. Doch bei den jetzigen Außentemperaturen wird es nachts, wenn die 10 KW von der Ladenbeleuchtung fehlen, ohne zusätzliche Elektroheizung knapp. Ich würde gern den elektrischen Heizstab nur nachts freigeben, wenn ich den produzierten Strom sonst ins Netz speise (also fast verschenke). Tagsüber brauche ich den Strom selbst (für Beleuchtung und EDV).

Frage an die Dachsspezialisten:

Kann ich beim MSR2 irgendwie - ähnlich der Lauffreigabe des Dachs - die Freigabe des 2. Wärmeerzeugers über die interne Uhr auf bestimmte Zeiten beschränken?

2

Samstag, 4. Februar 2012, 00:08

Über die interne nicht, aber man kann eine externe Schaltuhr in Reihe mit dem Kontakt "Freigabe Wärmeerzeuger" schalten. Dann wird der Heizstab nur freigegeben, wenn die Schaltuhr dies auch erlaubt.

Dachser

aktives Mitglied

Beiträge: 1 201

Wohnort: Knittlingen

Beruf: Angestellter

  • Nachricht senden

3

Samstag, 4. Februar 2012, 04:33

Ich habe in meinem Warmwasser-Pufferspeicher selbst einen Heizstab verbaut, so für den Notfall. Den habe ich einfach mit einem Ein-Ausschalter versehen, dass ich ihn zuschalten kann, wenn nötig. Das wäre bei dir ja auch eine einfache, billige Lösung, Abends den Schalter zu drücken.
:thumbsup: Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt. :thumbup:

4

Samstag, 4. Februar 2012, 11:03

Danke für die Antworten! Schade, das der Dachs seine interne Uhr nicht zur Verfügung stellt. Ich wollte eigentlich nicht noch eine Uhr verbauen.
Ich habe den Kontakt "Freigabe 2. Wärmeerzeuger" über einen Schalter geschleift und kann ihn bei Bedarf an und abstellen. Aber ich bin nicht immer da - gerade dieses Wochenende habe ich z.B. frei.

Übrigens Dachser: Ich habe zusätzlich parallel zu diesem Schalter das Relais "Störung Dachs" geschaltet. So wird bei Störung der manuelle Schalter gebrückt und der Dachs kann sich den Heizstab selbst anfordern.

5

Samstag, 4. Februar 2012, 11:41

Danke für die Antworten! Schade, das der Dachs seine interne Uhr nicht zur Verfügung stellt. Ich wollte eigentlich nicht noch eine Uhr verbauen.
Normalerweise wird keine Steuerung wie von Dir erwünscht eingesetzt. Wenn der Wärmebedarf nicht ausreicht, soll im Normalfall egal wie spät es ist, ein zusätzlicher Wärmeerzeuger aktiv werden.

Deshalb möchte ich darauf hinweisen, dass aus meiner Sicht dem Hersteller hier keinen Vorwurf zu machen ist.

Dachser

aktives Mitglied

Beiträge: 1 201

Wohnort: Knittlingen

Beruf: Angestellter

  • Nachricht senden

6

Samstag, 4. Februar 2012, 12:14

Ich brauche den Heizstab nur fürs Warmwasser, mit dem Dachs und der Wärmeerzeugung fürs Haus, hat der Heizstab nichts zu tun.
:thumbsup: Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt. :thumbup:

Bernigo

aktives Mitglied

Beiträge: 525

Wohnort: Troisdorf

Beruf: Beamter

  • Nachricht senden

7

Sonntag, 5. Februar 2012, 20:38

Deshalb möchte ich darauf hinweisen, dass aus meiner Sicht dem Hersteller hier keinen Vorwurf zu machen ist.

Hallo Dachsfan,

dass sehe ich aber anders! Warum soll der Zusatzkessel spät abends anspringen, wenn der Nutzer oder Mieter die geringere Wärmeleistung gar nicht merkt? Mein zweiter Wärmeerzeuger springt frühestens um 06:30 Uhr an und hört um 09:00 Uhr auf, dann darf er frühestens um 16:00 Uhr bis 22:00 Uhr dran. In der Zwischenzeit kann sich der Dachs austoben und wenn es nicht reicht, merkt es keiner, denn dadurch dass sichergestellt ist dass der Zusdatzkessel morgens von 06:30 Uhr bis 09:00 Uhr läuft ist sichergestellt, dass jede Wohnung ihre Solltemperatur erreicht, und abends wenn sich das Haus füllt und der Wärmebedarf steigt, ist der Zusatzkessel wieder freigeschaltet.

Viele Grüße

Berigo

8

Sonntag, 5. Februar 2012, 22:38

dass sehe ich aber anders! Warum soll der Zusatzkessel spät abends anspringen, wenn der Nutzer oder Mieter die geringere Wärmeleistung gar nicht merkt? Mein zweiter Wärmeerzeuger springt frühestens um 06:30 Uhr an und hört um 09:00 Uhr auf, dann darf er frühestens um 16:00 Uhr bis 22:00 Uhr dran. In der Zwischenzeit kann sich der Dachs austoben und wenn es nicht reicht, merkt es keiner, denn dadurch dass sichergestellt ist dass der Zusdatzkessel morgens von 06:30 Uhr bis 09:00 Uhr läuft ist sichergestellt, dass jede Wohnung ihre Solltemperatur erreicht, und abends wenn sich das Haus füllt und der Wärmebedarf steigt, ist der Zusatzkessel wieder freigeschaltet.
Das hängt davon ab, ob die Mitbewohner ( Mieter) damit einverstanden sind.

Bei uns wäre z.B. nur Stress mit dieser Fahrweise, da wir kleine Kinder im Haus haben, wenn es morgens im Badezimmern icht richtig warm ist gibt es Stress. Zur Mittagszeit kommen die Kinder wieder nach Hause und es muss auch warm sein.

Grundsätzlich ist es so, dass dem Dachs eine Heizkurve vorgegeben wird, diese arbeitet in abhängigkeit mit der Aussentemperatur.

Wenn diese als Mindesttemperatur gedachte Temperatur um mehr als 6 Kelvin unterschritten wird, beginnt die Bivalenzzeit zu arbeiten, d.h. eine Zeit des Abwartens beginnt die frei einstellbar ist und z.B. automatisch vom Dachs bei unter Null Grad Aussentempertaur auf 0 gesetzt wird. Diese Heizkurrve kannst DU nun gemäß Schaltuhr frei einstellen, z.B. in der Nacht absenken, so dass der zusätzliche Wärmeerzeuger normalerweise nicht zuschaltet weil die Heizkurve die ja dann Nachts abgesenkt wird nicht unterschritten wird. Aber grundsätzlich den Zusatzwärmeerzeuger verriegeln ( sperren) das macht man nicht.

Man will stets dem Gebäude soviel Wärme zuführen, wie das Gebäude Wärme verliert. Diesen Sinn hat die Heizkurve, wenn wie bei Dir der Zusatzwärmeerzeuger um 9:00 Uhr gesperrt wird obwohl das Gebäude nicht ausreichend warm ist, gibt das im Normallfall fürchterlich Ärger.

9

Montag, 6. Februar 2012, 21:15

Deshalb möchte ich darauf hinweisen, dass aus meiner Sicht dem Hersteller hier keinen Vorwurf zu machen ist.
Nicht alles was ich schreibe ist als Vorwurf zu verstehen. War einfach nur 'ne Frage. Vorwerfen kann ich hier nur, das man vieles zur Einstelleung erfragen muß, weil die Bedienungsanleitung eine Katastrophe ist.
Wenn diese als Mindesttemperatur gedachte Temperatur um mehr als 6 Kelvin unterschritten
Und das ist für mich eben viel zu empfindlich. Dazu muß man wissen, das mein Dachs keine Wohnung heizt sondern einen Laden. Die Temperatur wird da nicht mit dem Heizkörperventiel sondern mit der Ladentür reguliert. Nach Möglichkeit ist die Tür überwiegend offen. Schafft es der Dachs nicht, bleibt die Tür geschlossen, erst wenn das nicht mehr reicht brauchen wir Elektroheizung.

Aber offensichtlich ist das auch für manche Wohnungsbeitzer zu empfindlich. Vielleicht sollte man da was dran ändern?

Zitat

Diese Heizkurrve kannst DU nun gemäß Schaltuhr frei einstellen, z.B. in der Nacht absenken, so dass der zusätzliche Wärmeerzeuger normalerweise nicht zuschaltet weil die Heizkurve die ja dann Nachts abgesenkt wird nicht unterschritten wird
Genau das hilft bei mir ja nicht. Ich möchte Nachts, wenn ich keinen Srom verbrauche sondern zu Dumpingpreisen ins Netz speise den Zusatzheizstab an haben, wenn der Dachs es sonst nicht schafft.

10

Dienstag, 7. Februar 2012, 03:00

Nicht alles was ich schreibe ist als Vorwurf zu verstehen. War einfach nur 'ne Frage. Vorwerfen kann ich hier nur, das man vieles zur Einstelleung erfragen muß, weil die Bedienungsanleitung eine Katastrophe ist.
Das sagt man von Handy Bedienungsanleitungen auch. :D
Genau das hilft bei mir ja nicht. Ich möchte Nachts, wenn ich keinen Srom verbrauche sondern zu Dumpingpreisen ins Netz speise den Zusatzheizstab an haben, wenn der Dachs es sonst nicht schafft.
Ich würde es mit einem kleinen externen Unterverteilungskasten machen, kostet 20 € da ist dann das Schütz drin und eine Einbauschaltuhr die man entsprechend einstellen kann.

Wenn ich mal nachfragen darf, hast Du mal über eine Luft - Wasser Wärmepumpe nachgedacht, die anstatt des Elektroheizstabes arbeiten könnte ?

11

Dienstag, 7. Februar 2012, 08:40

hast Du mal über eine Luft - Wasser Wärmepumpe nachgedacht, die anstatt des Elektroheizstabes arbeiten könnte
Wenn der Dachs es nur dann nicht schafft, wenn es wirklich bitter-zitter-eiskalt ist und wegen der Kälte sicher auch noch gleichzeitig hohe Vorlauftemperaturen benötigt werden, kann dann eine Wärmepumpe überhaupt noch effizient betrieben werden?
Im Sommer, wenn die Wärmepumpe einen tollen Wirkungsgrad hätte, dann braucht man sie wiederum eigentlich nicht, weil dann sicher die Wärme, die man im Winter aus der Ladentür herausgelüftet hat, nach dem Warten gleich um die Ecke wieder reinkommt... :S
Dachsfan, Du hast doch Erfahrungen mit Deiner Wärmepumpe - was macht die denn bei diesen Temperaturen?

André
Traumferienwohnung gesucht? (4**** nach DTV)
Urlaub in der Mecklenburgischen Seenplatte...
www.urlaub-in-sorgenlos.de

Schwedenpeter

aktives Mitglied

Beiträge: 1 258

Wohnort: Schwendi

Beruf: Referent für Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologie, BHKW Schulungen, Lehrbeauftragter an der Hochschule Ulm

  • Nachricht senden

12

Dienstag, 7. Februar 2012, 10:54

Beachtet bitte, dass sich die Effizienz einer Wärmepumpe beim Einsatz von BHKW anders berechnet. Wenn du den Strom einkaufst, dann schmeisst das K(1+ohle ^1+ern)-Kraftwerk die Wärme durch den Kühlturm raus, das BHKW nutzt die Wärme.
Ein BHKW ist cool :D

13

Dienstag, 7. Februar 2012, 22:12

Wenn ich mal nachfragen darf, hast Du mal über eine Luft - Wasser Wärmepumpe nachgedacht, die anstatt des Elektroheizstabes arbeiten könnte ?
Ja, überlegt schon, aber ist übern Daumen zu teuer. Brauche ca. 7 Tage im Jahr - vor allem nachts - den Heizstab. Dafür lohnt sich keine teure Zusatzheizung. Auch energetisch nicht, wenn man den Produktionsaufwand berücksichtigt.
Hätte ich mehr Platz und Geld, hätte ich damals das ganze Haus auf Zentrale Dachs + Zusatzheizung umgestellt. So heizt der Dachs nur den Laden und die Mieter haben Gasthermen auf der Etage. Ist halt ein Altbau, der Kostenvoranschlag für den Umbau war einfach zu hoch.

14

Dienstag, 7. Februar 2012, 22:47

Dachsfan, Du hast doch Erfahrungen mit Deiner Wärmepumpe - was macht die denn bei diesen Temperaturen?
Meine Wärmepumpe läuft 24 Stunden am Tag, macht aber nur 50 Grad im Vorlauf.

Bei unserem sanierten Altbau reicht das, denn auf unseren Aussenwänden ist vor 10 Jahren 6-8 cm Dämmung drauf gekommen.

Man kann die Wärmepumpe auch im Bereich der Rücklauftemperaturen arbeiten lassen, Möglichkeiten gibt es viele. Wenn man die nicht viel braucht ( wie wdho) sollte man natürlich keine Wärmepumpe einsetzen, bei mir läuft die das ganze Jahr immer mit dem Dachs mit und wärmt mir in einem Niedertemperaturbereich Wasser vor.

ÖKOPORTAL - Das Webverzeichnis der Ökobranche Energieliga.de