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Solardachs

KWK Neuling

Beiträge: 13

Wohnort: Bad Griesbach

Beruf: Landwirt

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21

Sonntag, 26. September 2010, 12:42

Ich denke, manche hier gemachten Rechnungen sind doch etwas einfach gestrickt, oder?

Auch wenn ich mir eine "normale" Heizung kaufe, muss ich kalkulatorisch die Abschreibung auf die Nutzungsdauer umlegen, wenn ich einen gerechten Vergleich mit einem BHKW anstellen will. Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals ebenfalls.
Trotzdem wird hier ein BHKW immer schlechter da stehen, wenn ich nur die Heizung ohne Strom berücksichtige.

Allerdings sollte man nie das Gesamtpaket aus den Augen verlieren, was ich anhand meiner Situation mal kurz darstellen will:
Neubau mit 8 Wohnungen im KfW-Effizenz 55 Standard nach ENEV 2007.
Dadurch das bei BHKW Nutzung der Primärenergiefaktor mit 0,6 gerechnet wird, war es überhaupt kein Problem unter die 40 kWh pro Jahr und m² zu kommen, mit absolut normalen Bauaufwand. :D
Mit einer normalen Heizung hätte ich einen wesentlich höheren Aufwand (Dämmung) gehabt, um das gleich Ziel zu erreichen, oder ich hätte zusätzlich eine regenerative Energiequelle gebraucht, z.B. Solarthermie. Wenn ich hier denn Spareffekt gegenrechne, dann hat sich mein Dachs alleine dadurch schon bezahlt gemacht, denn eine normale Gas-Heizung hätte auch Geld gekostet, zzgl. Aufwand für Dämmung und andere Wärmequelle.
Um eventuellen Einwänden von wegen höherer Energieeinsparung bei besserer Dämmung zuvorzukommen: Ve))
Ob ich z.B. das Dach mit 20 cm WLG 035 oder mit 30 cm WLG 032 dämme, macht fast keinen energetischen Unterschied (<15%), aber praktisch die doppelten Kosten. Hier gibt es sehr anschaulich Kurven, welche darstellen, daß der Aufwand ab einer gewissen Stufe in absolut keinem Verhältnis mehr zum Aufwand steht.

mfg
Solardachs

22

Sonntag, 26. September 2010, 20:02

Ich denke, manche hier gemachten Rechnungen sind doch etwas einfach gestrickt, oder?

Das ist zutreffend !

Jeder hat andere Rahmenbedingungen, einige Betreiber haben aus dem Impulsprogramm Gelder erhalten, andere Neubautenbetreiber müssen Maßnahmen ergreifen um die Vorgaben des EEWärme Gesetz zu erfüllen.


Auch wenn ich mir eine "normale" Heizung kaufe, muss ich kalkulatorisch die Abschreibung auf die Nutzungsdauer umlegen, wenn ich einen gerechten Vergleich mit einem BHKW anstellen will. Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals ebenfalls.
Genau - wenn ich das EE-Wärme Gesetz beachten muss, kann eine KWK Anlage auch die Preisgünstigste Lösung sein.

Danke für den tollen Beitrag, dem ich zustimme - so einfach kann man nicht rechnen und auch nicht kritisieren, dass die Investitionskosten mit dazu gerechnet werden müssen.
Alle Beiträge und Aussagen geben nur meine Meinung wieder und sind ohne Gewähr der Richtigkeit

23

Sonntag, 26. September 2010, 22:48

Da kann ich nur ein Rapsöl BHKW empfehlen. Ich glaube da ist der Primärenergiefaktor in der Nähe von Null. Damit erfüllen wohl auch Häuser ohne Fenster die Norm.
Nur der wirkliche Energieverbauch, den der Eigentümer zahlen muss, lässt sich von diesem Primärenergiefaktor nicht beeindrucken. Neue Häuser welche mit solchen leider gesetzlich zulässigen Rechenwegen die Energieverbrauchsvorschriften erfüllen, sind die Ruinen von morgen.

Hört euch doch einfach mal bei den Käufern von Pelletskesseln um. Da haben auch viele durch den guten Primärenergiefaktor die Gebäudehülle mit minimaler Dämmung versehen und staunen nun über die hohen Heizkosten. Lasst euch da mal lieber von unabhängigen Fachleuten beraten.

24

Montag, 27. September 2010, 08:04

Da haben auch viele durch den guten Primärenergiefaktor die Gebäudehülle mit minimaler Dämmung versehen und staunen nun über die hohen Heizkosten. Lasst euch da mal lieber von unabhängigen Fachleuten beraten.
Niemand wird einem Hausbesitzer dazu raten nur minimale Wärmedämmung aufzubringen, das ist Quatsch.

Es wurde lediglich davon gesprochen " Zitat Solardachs: das Dach mit 20 cm WLG 035 oder mit 30 cm WLG 032 dämme, macht fast keinen energetischen Unterschied (<15%), aber praktisch die doppelten Kosten."

Wir reden in der Regel von einem Unterschied von 50 000 € bei einem kleinen Mehrfamilienhaus, wobei eine weitere Dämmung nur etwa 10 % Energieeinsparung bringt. Ich selbst bin ebenfalls Besitzer eines kleinen Mehrfamilienhauses und habe 1990 die Fassade des MFH mit 8 cm WLG 035 abgelagertem Storopor dämmen lassen. Das war damals hier die Standartsanierung, immerhin habe ich 48 cm Ziegelsteinmauer als tragende Wand die auch einiges an Dämmung bringt.

Da mein Stadthaus ( siehe www.Haus.Suefke.de ) aber vorn auf dem Bürgersteig steht, ist dicker nicht machbar. Ob ich ein Gebäude im Bestand mit 20 oder 30 cm isolieren kann ist ebenfalls immer im Einzelfall zu prüfen.

Auch ich habe damals den Dachs eingesetzt und weitere Maßnahmen ( Wärmepumpe) durchgeführt um meinen Brennstoffeinsatz zu minimieren, aber gleichzeitig am Gebäude nicht weiter sanieren zu müssen. An Gebäuden im Bestand ist leider nicht alles machbar, wir sprechen hier meines Erachtens nicht von Neubauten.

Bei Neubauten würde ich trotz Kosten die stärkere Wärmedämmung einsetzen.
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25

Montag, 16. Mai 2011, 19:01

Hi zusammen,

sehr interessante Beiträge, da wurde ja mächtig was losgetreten! :thumbsup:

Die Wirtschaftlichkeitsberechnung scheint in der Tat nicht ganz einfach. Ich habe da aber nach wie vor im Grundsatz ein Problem, was ihr vielleicht beantworten könnt.
Vorab allerdings kann ich (subjektiv) noch folgendes Beitragen:
Nach 8 Jahren Dachs und der Tatsache, dass ich den Dachs selber warte, muss ich sagen, dass 250 Euro Wartungs/Reparaturkosten definitiv zu wenig sind für ein Jahr! Ich muss ca. alle 9 Monate eine Wartung machen und hatte schon einige sonstige Ausfälle. reine Teilekosten und Wartungskits der letzten 3 Jahre haben ca. 1000 Euro pro Jahr betragen!!!! Die Jahre davor waren es ca. 500 Euro pro Jahr.

Ein Kollege von mir ist auf den DACHS gekommen und koppelt ihn mit einem Stall mit sehr hohem Stromverbrauch. Da er allen Strom selber nutzt und zudem noch vergütet bekommt, rechnet sich das recht gut.

Verbraucht man selbst eher wenig Strom wird es je nach Gaspreis schnell grenzwertig mit der Wirtschaftlichkeit.

Was mich maßlos ärgert ist der ganze bürokratische Aufwand (ich hasse allerdings auch Bürokratie!) an den man so denken muss und manchmal frage ich mich, wie Leute das bewerkstelligen, die wenig Verständnis für Technik und Mathematik haben. So muss einmal im Jahr die Bafa mit Daten versorgt werden, Die Ökosteuervergütung angordert werden, eine gesonderte Umsatzsteuererklärung fürs Finanzamt erfolgen und eine ziemlich umständliche Nebenkostenabrechnung erstellt werden. Nichts desto trotz bin ich von dem ökologischen Nutzen überzeugt und freue mich über den Dachs. Ich würde mich aber noch mehr freuen, wenn ich endlich zu 100% verstehen würde wieviel da jetzt mit verdient wird oder auch nicht. Ich glaube bis jetzt mit Cyberkosten und -zahlen hantiert zu haben und versuche schon lange eine schlüssige Berechnung zu machen.

Vorne angefangen habe ich folgende Verständnisfrage, welche sich auf das beigefügte Bild bezieht:

Ist es richtig Verlustenergie zu errechnen oder beeinflusse ich mir damit unwissend negativ meine Bilanz?
Unnabhängig vom Kaufpreis interessiert mich und leider auch das Finanzamt der Umsatz pro Jahr.

Mein Ansatz war da folgender:

1. Betriebsstunden mal m³ die der Dachs verbraucht.
2. Über den Umrechnungsfaktor ergibt sich ein kwh-Wert
3. Der Dachs liefert mir Daten zu elektrischer und thermischer Leistung, welche ich von den Gesamt kWh abziehe
4. Da bleibt was über.....
Frage: Was ist das? Oder wo ist der Denkansatz?
Das kann doch nicht alles über den Wirkungsgrad als Verlust abgebügelt werden, oder?

Soweit mit Dank vorweg und schöne Grüße,
dertuep
»dertuep« hat folgende Datei angehängt:
  • dachs.bmp (1,71 MB - 11 mal heruntergeladen - zuletzt: 10. April 2012, 08:46)

26

Dienstag, 17. Mai 2011, 00:33

Da ich gleich nach dem Aufstehen nach Spanien fahre ( bin immer Nachts für 1- 2 Stunden wach), hier nur das was mir auf einen Blick auffällt:

Ich nehme an, dass Dein Gaspreis sich derzeit und in naher Zukunft sich auf max. 5 ct / inkl MwSt bewegt ?

Die angezeigte thermische Leistung des Dachses ist ohne Kondenser, bitte die Leistung noch manuell ( mind. 1 kWh pro Betriebsstunde ) dazuaddieren.
Die Aufteilung des Gaseinsatzes mach bitte mit der Excel Datei, die Du unter anderem von www.Senertec-Service.de >> Download >> Berechnung der Brennstoffmenge .

Wenn mein altes Knickauge das so richtig sieht, hast Du also 96.416 kWh Gaseinsatz für die Wärme = 6.768,40 € Kosten Thermische Leistung, also locker über 1.000 € mehr.


Wenn Du das ganze bei 5 ct / kWh Gaspreis rechnest, sieht Deine Rechnung anders aus, ähnliches gilt für die jetzt steil ansteigenden Stromkosten.

Übrigens die Brennwertheizung benötigt leider auch so ca. 150 W an Strom.
»Dachsfan« hat folgende Datei angehängt:
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27

Dienstag, 17. Mai 2011, 11:59

Hi Dachsfan,

danke für die Antwort. Das mit dem Gaspreis stimmt!Da muss ich noch korrigieren und auch noch mal mit anderen Anbietern in Verhandlung gehen!

Ich habe leider wenig gute Erfahrungen gemacht mit anderen Anbietern, da bin ich mit der Gesellschaft die klingt wie ein Telefon und Faxvertreter schon (fast) böse aufgelaufen (8.000 Euro vorkasse!). Gasanbieterwechsel und ein ständiges Ohr auf dem Gleis ist leider auch zeitlich aufwändiger als die Anbieter immer so sagen. Drin ist man immer schnell, raus geht immer sehr schleppend, viele Telefonie und Mails und Stress und Warteschleifen etc.

Dem Hinweis mit dem Kondenser gehe ich nach, 1 KW ist ja schon beachtlich!

Dennoch korrigiert um den Kondenserwert ergibt sich die Kette wie folgt:

96.416 kwh Gas für thermische Leistung in 2010, Lieferung lt. Dachs: 76684 kWh thermisch plus 6162 kWh Kondenserleistung = 82846 kwh thermisch gesamt. Demnach habe ich 13570kWh Verlustleistung....richtig? Das entspricht 14%. Ist dann der Wirkungsgrad 86% und die 14% Verlustleistung?

Das ist nun eigentlich meine einzige Frage, derzeit!

Sobald ich die Werte alle korrigiert habe setze ich die Liste nochmal ins Forum für möglich Interessierte. Am Ende muss man noch einen Imagniären Aufwand in Euronen bewerten für die bürokratischen Abwicklungen und auch Wartungen. So langsam wird sich der Kreis schliessen. ;)

Dank und Gruß, xxc

dertuep





70% meiner Gasmenge =

28

Dienstag, 17. Mai 2011, 12:22

Ja klar, dass kommt hin mit dem Wirkungsgrad, eine Brennwerttherme hat auch keinen besseren Wirkungsgrad. Ich würde nie auf die Idee kommen 8.000 € Vorkasse zu zahlen :huh: es gibt doch so viele nette ohne Vorkasse, ich hatte bis jetzt 4,0 ct / kWh inkl Steuern, jetzt leider 5,2 ct / kWh.
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pamiru48

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29

Dienstag, 17. Mai 2011, 21:59

Diesem "berühmten Verein" mit dem T und D und F habe ich vor 7 Tagen durch das AG Siegburg einen Vollstreckungsbeschluß zustellen lassen. Aus einem (Ver-) Rechnungsguthaben von rd. 1.700 € solle nun vollstreckt werden - die werden ja wohl auch Grundstücke haben zwecks Eintragung einer Sicherungshypothek....
Bloß die Finger weg von Vorkassen, auch wenn's noch so verlockend und ggfls. zuverlässig klingt !!! :evil:

pamiru48
Und hier melke ich die Sonne :
http://home.solarlog-web.de/9604.html

(evtl. erst "Events" anklicken, dann auf "Grafik" zurück...)

Dachs2001

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Wohnort: Hattingen

Beruf: Hardware-Entwickler

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30

Mittwoch, 18. Mai 2011, 22:12

Da ich gleich nach dem Aufstehen nach Spanien fahre ( bin immer Nachts für 1- 2 Stunden wach), hier nur das was mir auf einen Blick auffällt:
Dann schönen Urlaub

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