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Montag, 14. April 2008, 23:39

Rentabilität Dachs

Hallo in die Runde,
ich hatte passend zur Zollabrechnung mal meine Rentabilitätsrechnung aktualisiert und bin nun endlich dazu gekommen, sie online zustellen (bzw. stellen zu lassen.... Vielen Dank Dachsfan :love: ) http://kwk-infozentrum.info/wiki/index.p…Wdho_Abrechnung

Für mich reicht der "Verdienst" von 1.000,-EUR/Jahr ja so gerade zur Rentabilität, aber ich habe den großen Vorteil, fast den gesamten Strom selbst zu verbrauchen. Das klappt nicht überall. Wie sieht denn die Rentabilität bei Euch aus?

Vor allem wenn ich die Beispielrechnung von Senertec (http://www.senertec.de) betracht kommen mir doch Zweifel, ob ich oder Senertec von Falschen Annahmen ausgehen.index.php?page=Attachment&attachmentID=36
Ich habe mal die angenommenen 2.500 Betriebsstunden für meinen real existierenden Dachs hochgerechnet und neben die Zahlen der Senertec-Beispielrechnung gestellt. Mein Dachs würde bei 2500 Bh und nur 27% Eigenverbrauch des Stroms nur 958,-EUR statt 1.766,- EUR auswerfen.index.php?page=Attachment&attachmentID=38

Die größten Unterschiede sind:
  1. ich bekomme nur 0,091EUR/Kwh Einspeisung, Senertec setzt 0,125EUR/Kwh Einspeisung an. Unterschied 333,-EUR
  2. ich nehme einen Wirkungsgrad Ho für Brennwertheitungen von 85% an, Senertec setzt für die ersparte Wärme durch einen Gaskessel einen Wirkungsgrad von 65% Ho an. Ist den das Stand eines modernen Gaskessels? Das macht einen Unterschied von 422,- EUR aus.
  3. Stromsteuer bekommen wir leider nicht erstattet 77,-EUR (siehe auch Stromsteuer)
  4. Ich habe keine Mehrkosten für die Wartung des Dachs angesetzt, weil ich diesen Betrag schwer erfassen kann. Das würde den Unterschied Senertec - mein Dachs nochmals um 125,-EUR vergrößern.
Welche Zahlen sind denn nun richtig? Habe ich irgendwo einen Denkfehler?

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Dienstag, 15. April 2008, 09:00

Jeder der eine Wirtschaftlichkeitsberechnung macht, macht Sie nach seinen Vorgaben und Verhältnissen. Wenn Du eine alte Heizung hast, hat diese auch einen schlechten Wirkungsgrad, wenn Du natürlich mit einer modernen Brennwertheizung vergleichst dann sieht die Sache anders aus.

Hier kann die Sache bei Leuten mit niedriger Rückspeisevergütung und hohem Brennstoffeinsatz tatsächlich so aussehen, das es wirtschaftlicher ist die Brennwertheizung laufen zu lassen. Dies war bei mir z.B. Nachts im letzten Jahr so, ich erhalte da ich meine Anlage schon lange besitze keine 5,11 ct / kWh Zuschlag sondern nur 1,23 ct/kWh Zuschlag zuzüglich 0,296 ct / kWh Vermiedene Netznutzungskosten und z.B. 3,101 ct / kWh EEX Börsenpreis = 4,621 ct / kWh Einspeisevergütung.

Bei einem höher liegenden Brennstoffpreis und keinem Eigenverbrauch schalte ich die Anlage ab und mache Wärme ( stundenweise) mit der Brennwertheizung.
Ich finde es sehr sehr traurig, das es so ist, aber so ist es nun mal.

Wie ich bereits immer sagte, steht und fällt der Ausbau der KWK mit den Rahmenbedingungen die der Gesetzgeber setzt. Sind diese fair kann ein Ausbau der KWK stattfinden andernfalls wird dies abgewürgt. Atomkraftwerke, Kohlekraftwerke - alles wird subventioniert und gefördert. KWK hat (fast keine Lobby)

Das Problem mit §7 Abs.2 des KWKG - also mit der Einstufung als neue Bestandsanlage haben viele, die viel für die Umwelt tun wollten und quasie "zu früh" den Dachs gekauft haben. Wenn ich nicht 6 Wohneinheiten hätte und die EInspeisevergütung jetzt durch den gestiegenen EEX Baseloadpreis höher wäre, hätte ich ein Problem.


Du fragst: "Welche Zahlen sind denn nun richtig? Habe ich irgendwo einen Denkfehler? "
Ich finde Deine Rechnung für Dich in Ordnung, das mit der Stromsteuer hast Du missverstanden, ist aber auch wirklich nicht gut dargestellt. Bei vielen Abrechnungen ist die Stromsteuer nicht im Preis enthalten ( Bezugsstrom) sondern wird seperat auf der Rechnung gebucht. Die sparst Du durch vermiedene Stromkosten also tatsächlich ein. Jeder wird "seine Rechnung aufstellen" und das ist auch gut so. Jeder soll für sich entscheiden, ob das was er macht gut und richtig für ihn ist.

Ich finde es schade, das wir quasie betrogen werden. Wir erhalten wenn wir z.B. tagsüber einspeisen nicht die entsprechende EInspeisevergütung und wir erhalten auch keine "Subventionen". Auch die Berechnung der "vermiedenen Netzkosten" sind ein Witz, das wissen alle. Die Stromversorger lachen sich über die Sache kaputt aber wie gesagt, eine richtige Lobby und /oder faire Regierung haben wir leider nicht. Wir benötigen nur ein faires Gesetz das Kraft-Wärme-Kopplung wirklich fördert, so wie das EGG Gesetz das im Jahre 2000 verabschiedet wurde.

So bleibt es dabei, das Du wie Du schreibt, mit z.B. 9,5 ct / kWh rechnen musst wenn der Baseloadpreis mal kurz im Keller ist, grundsätzlich erwarte ich dies nicht mehr, aber garantieren kann das niemand.
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Dienstag, 15. April 2008, 12:09

Zitat

Wenn Du eine alte Heizung hast, hat diese auch einen schlechten Wirkungsgrad, wenn Du natürlich mit einer modernen Brennwertheizung vergleichst dann sieht die Sache anders aus.
Ok, aber wenn ich mit einer Altanlage vergleiche, dann muß ich auch bedenken, daß diese alte Anlage bereits finanziert ist. Also muß der Dachs seinen vollen Anschaffungspreis erwirtschaften, nicht nur die Differenz zwischen neuer Gasbrennwertanlage und Dachs, wie ich das gerechnet hatte. Damit dürfte die Rentabilitätsberechnung aufs gleiche knappe Ergebnis rauskommen.

Dachser

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Dienstag, 15. April 2008, 13:47

Ja das hängt wirklich davon ab, wie jeder seine Wirtschaftlichkeitsberechnung macht. Ich habe bei etwa 800 Bh Einnahmen (aus EEG) in Höhe von 860,92€. Die etwa 1432 Liter Rapsöl dafür haben mich 1167,08€ gekostet. Die 800 Bh kosten mich also 306,16€ + Wartungskosten. Meine Ölheizung, die ich eben mal mit 1400 Liter berechne würde mich 910,-€(bei ,65ct/L Heizöl vor dem Winter) kosten + 60,-€ Kaminfeger. Da bleiben etwa 500,-€ übrig.Die Zinsen der Finanzierung berechne ich nicht, da ich Umweltschutz als mein Hobby ansehe, hätte ich den Dachs nicht gekauft, hätte ich andere Anschaffungen in diese Richtung gemacht. Außerdem berechnet man die Investitionskosten, muß man den Preis einer herkömmlichen Heizung ja auch abziehen. :-!!
:thumbsup: Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt. :thumbup:

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Dienstag, 15. April 2008, 18:29

Rapsöl - Meine Ölheizung- Heizöl


Ich bin der Ansicht man sollte auch den Umwelteffekt sehen, auch wenn es tatsächlich derzeit sich nicht in EURO wiederfindet :-(((

Mit der Heizung schleuderst Du jede Menge Russ und anderes ( z.B. Schwefel ) in die Luft und Umwelt, auch in Deinen eigenen Garten, aber auch Deiner Nachbarn.
Der Dachs filtert all dies raus und ist regenerativ, verbrennt also nicht das Heizöl Deiner Enkel, um es mal ganz deutlich zu sagen :-!!
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Donnerstag, 17. April 2008, 17:02

Also, ich will meinen Dachs ja auch nicht deswegen abschaffen. Ich bin überzegungstäter. Und wie gesagt, die höheren Anschaffungskosten werden sich bei mir vielleicht sogar armortisieren. Aber kaum einer wird in der "glücklichen" Lage sein einen so hohen Stromverbrauch zu haben (ca 13KW) daß er seinen selbstproduzierten Strom fast immer selbst verbraucht.

Und in den Dachs-Vorstellungsabenden wird immer suggeriert, daß man damit "verdienen" könne, daß sich die Anschaffung finanziell (nicht nur ideall) lohnt. Zu einer wirtschaftlichen Berechnung gehören nunmal auch die Kapitalverzinsung bzw. Kreditzinsen. Und die Zinsen habe ich in meiner Berechnung schon sehr niedrig angesetzt.

Zu der Beispielrechnung von Senertec:
OK, mit dem Vergleich mit der Wärmeproduktion einer alternativen Heizung kann mann sich über den Wirkungsgrad streiten. Aber wenn man eine Neue Anlage mit einem veralteten Schätzchen vergleicht, dann sollte man fairer Weise auch ausdrücklich darauf hinweisen.
Und den EVU, der mir 12,5 Cent pro Kwh Einspeisung zahlt, möchte ich kennenlernen. Und wenn ich das richtig verstehe rechnen die für selbstproduzierten und selbstverbrauchten Strom 17,05 Cent? Das ist doch auch ein wenig hochgegriffen. (alles zuzüglich MwSt)
Ich finde das gelinde gesagt enttäuschend von einer solchen Firma.

Dachser

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Donnerstag, 17. April 2008, 17:13

Die sollten mal den Werbespruch "der Kessel der sein Geld verdient" überdenken, obwohl ich gestehen muß, daß ich gerade durch diesen Slogan auf den Dachs aufmerksam geworden bin und das ist ja der Sinn der Werbung.
Mit steigenden Brennstoffpreisen wird freilich der Dachs immer unrentabler, aber jede andere Heizung ist dann ja noch unrentabler und Strom für andere macht keine "normale" Heizung!
Aber richtig finde ich die Angabe von wdho, daß mit reellen Zahlen geworben werden müßte. Wohl dem, dem vor dem Kauf des BHKW dieses Forum bekannt ist, wo er seine Fragen stellen kann und nach bestem Wissen beantwortet kriegt.
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Donnerstag, 17. April 2008, 19:54

Diese oder ähnliche Zahlen werden von allen verwendet, aber ich halte diese auch für etwas zu hoch, auch der Brennstoffpreis ist etwas zu niedrig. Aber die Preise ändern sich ja auch ständig und die Preise sind regional und je nach Verwendung unterschiedlich. Auch ist natürlich die Frage soll man auf den Ökopreis schauen, man könnte hier sagen, da der KWK Strom quasie ökologisch beim heizen nebenbei erzeugt wurde, ist er so etwas änliches..... ;)

Wenn man es streng nimmt ist es natürlich fossil erzeugte Energie, außer man setzt regenerative Brennstoffe ein, unterliegt dann aber auch nicht mehr dem KWK Gesetz, sondern dem EEG Gesetz. Ansonsten ist es aber richtig was Ihr schreibt, aber auch die anderen vergleichen ihre "neue Heizung" mit einer "alten Heizung" oder nicht ?
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Donnerstag, 17. April 2008, 21:53

Hallo wdho

12,5 cent Einspeisevergütung sind doch gar nicht so abwägig. Im letzten Quartal hatten wir 5,775 cent Baseload plus 5,11 cent sind schon mal 10,885 das heist noch 1,6 cent Vermiedene Netznutzung und das ist mit einer Leistungsmessung auch möglich.

Bei dem Strompreis kann ich nur sagen das ich auch etwa 15 cent bezahle. Hab meine letzte Preisanhebung leider nicht hier sonst würde ich nachschauen. Aber ich glaube nicht das das RWE billiger ist.

Dachs
:rolleyes: Nur ein Dachs der läuft ist ein guter Dachs :rolleyes:

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10

Donnerstag, 17. April 2008, 21:56

.... das ich auch etwa 15 cent bezahle. Hab meine letzte Preisanhebung leider nicht hier sonst würde ich nachschauen.


In der Berechnung sind es aber 15 ct + Stromsteuer 2,05 ct / kWh + MwSt ;)
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11

Donnerstag, 17. April 2008, 22:24

Ups übersehen. Aber mal ehrlich, selbst wenn man anstatt der 15 cent nur 10 annimmt sind es nur 185,- weniger. Das sind dann wenn der Strompreis bei uns etwa 1,5 cent abweicht 56,- Euro.

Dachs
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Donnerstag, 17. April 2008, 22:30

Ich habe mit meinem Jahresdurchschnitt 2007 verglichen. Da paßt das Gas, dafür sind die Strompreise zu hoch. Natürlich ändern sich die Energiepreise ständig. Tendenziell steigen sie - aber alle. Inzwischen dürfte der Strom vermutlich fast stimmen, dafür ist der Gaspreis zu niedrig.
Die Rentabilität der KWK lebt von der Schere zwischen Primärenergie (Gas) und Edelenergie Strom. Und diese Differenz ist meines Wissens bei der Senertecrechnung etwas zu groß geraten.
Mag sein, daß alle mogeln, das macht es aber nicht besser.

13

Freitag, 18. April 2008, 08:59

Deine Berechnung - bitte erklären

@ wdho - ich habe mir gerade Deine Berechnung angeschaut und überlege, wie Du das gerechnet hast :love:

Du hast bei Dir Brennstoffkosten (Gaskosten von 2.995 € ) abzüglich Stromertrag 1.524 € = 1.471 € abzüglich 314 € Energiesteuerrückzahlung (Brennstoff) = 1.157 € an tatsächlichen Kosten für warmes Heizobjekt. Dann ziehst Du alternative Kosten für eine Gasheizung ab ( in Höhe von 2.116 € ) = Kostenreduktion von 959 €

Na ja da musst Du aber Fussbodenheizung und eine super Brennwertheizung haben, dann passt es. Der Senertec Vergleich mit einer alten Heizung ergibt natürlich mehr Ersparnis unterm Strich, die Frage ist was Dir gesagt wurde was als "Alternativposition" zum Senertec Dachs genommen wurde. :-!!
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Bernigo

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14

Freitag, 18. April 2008, 13:10

Hallo WDHO,

auch ich habe leider das Forum erst kennengelernt, nach dem ich einen Dachs gekauft habe. Die Art und Weise, wie SenerTec sein Produkt bis einschließlich 2007 in der Werbung darstellt halte ich schon rechtlich für grenzwertig. Zu den Zahlen von Dir ist schon genug gesagt worden, so dass ich diese nicht weiter kommentieren möchte.

Was mich darüber hinaus ärgert, ist, dass in den Prospekten der Firma SenerTec kein Hinweis daeauf zu finden ist, dass der EVU nach Ablauf der Förderung ( 10 Jahre) nicht mehr verpflichtet ist, den KWK Strom abzunehmen! Was mache ich in neun Jahren? Abbitte bei dem EVU leisten und meinen Strom verschenken, oder einen Zusatzheizstab einbauen? Das dürfte dann wohl der Super Umweltgau sein, oder?

Die Kosten für eine erzeugte kW/h Dachsstrom betragen (Leistungsaufnahme Dachs 22,8 kW/h Erdgas, abzüglich 14,5 kW/h thermische Leistung (Vergleich moderster Brennwertheizung mit Fußboden bzw. Wandheizung) 8,3 kW/h Erdgas werden in 5,5 kW/h Strom umgewandelt. Bei einem Erdgaspreis von 6,5 Cent kostet mich somit eine kW/h Dachsstrom 9,80 Cent (abzüglich Erdgassteuererstattung zuzüglich erhöhter Wartungskosten, Kapitalkosten Zinskosten)

Fazit:

Spätestens nach Ablauf der KWG-Förderung werden die Dachse auf den Friedhof gestellt, es sei denn man sieht den Dachs als sein persönliches Hobby an!

Fakt ist, der Dachs ist ein Produkt Made in Germany und sichert rund 120 Arbeitsplätze in Deutschland. Ob er weitere, insbesondere wirtschaftliche und umweltvorteile hat, mag ich nicht zu erkennen.

Viele Grüße

Bernd

Dachser

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15

Freitag, 18. April 2008, 15:44

@Bernigo
Wenn du während der Laufzeit des Dachs einen Heizstab verwendest, tust du mit weniger Laufzeit dein Gebäude heizen.
Ich hoffe aber für die KWK`ler, daß der Gesetzgeber bzw. die EVU`s die BHKW`ler am Leben lassen, nach Ablauf der Vergütung.
Strom wird aber auch teuerer und das ist ja dann auch wieder ein Vorteil? ?(
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Bernigo

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16

Freitag, 18. April 2008, 20:35

Hallo Dachser,

ich würde Dir zustimmen, wenn der Öl bzw. Gaspreis eingefroren wird und der Strompreis isoliert ansteigt! Dann stimmt Deine Rechnung!

Viele Grüße

Bernd

17

Freitag, 18. April 2008, 23:46

Ui, da habe ich eine heiße Diskussion losgetreten, wie?

@ Beringo, ich bin kein Orakel, aber ich vermute, daß Dachser recht haben wird. Die Energiekosten werden steigen. Primärenergie und Strom.
Aber der Strom steigt schneller, da die Kraftwerke die hohe Verlußtleistung mit finanzieren müssen. Das müssen wir KWKler nicht. Das ist unser finanzieller und aller Umwelt Vorteil.
Außerdem möchte ich hoffen, daß die KWK-Förderung verlängert wird. Aber ich gebe Dir recht, sicher ist das nicht, also müßte man es strenggenommen bei der Kalkulation nach Ablauf der Frist rausnehmen.

Auch Deine Rechnung zeigt eigentlich, der Dachs kann sich nur über den selbst verbrauchten Strom amortisieren. Für die Einspeisung bekommen wir z.Zt. nur die direkten Kosten von 9 Cent ersetzt, nicht die Anlagenkosten.
Damit kann man leben, wenn man es weiß. Man kann Verbrauchergemeinschaften gründen, den Verbrauch optimieren, Selbst großer Verbraucher sein (wie ich) oder das ganze wie Dachser als Hobby finanzieren.
Aber das sollte klar gesagt werden: Der Dachs trägt sich selbst. Seine Anlagenkoste kann man aber nur wieder hereinholen, wenn man möglichst allen Strom selbst sinnvoll (nicht durch Energieverschwendung) verbraucht. Nix da mit pauschal: "der Kessel, der Sein Geld verdient"...
Wenn ich das hier im Forum (und auch außerhalb) richtig heraushöre, sind viele von der Wirtschaftlichkeit ein wenig enttäuscht. Aber niemand bereut deswegen die Anschaffung des Dachses. Diese Enttäuschung hätte man ersparen können, wenn man die Fakten von Anfang an klar sagt.

@ Dachsfan
Ich habe bei der "Vergleichsheizung" - deren Kosten ich für die benötigte Wärme abziehe, weil ich ja auch ohne Dachs nicht frieren will - einen Gasbrennwertkessel neuer Bauart angenommen. Dabei habe ich 85% Wirkungsgrad Ho (entspricht ca. 95% Wirkungsgrad Hu) angesetzt. Ich denke, das müßte durchaus im Rahmen liegen. Die in der Senertec-Beispielrechnung angesetzten 65% Wirkungsgrad Ho (75%Hu) halte ich für zu niedrig. Bei über 10% Abgasverlust bekomme ich meinen Kessel vom Schoni stillgelegt.
Uns ging es so, daß der alte Buderrus Baujahr 1950 wegen zu großer Abgasverlußte getauscht werden mußte. Nun war die Frage: Neuer Gasbrennwert oder KWK? Und ich denke, so geht es den meisten. Sie müssen - aus welchem Grund auch immer - etwas am Kessel machen. Da überlegen sie, ob dann nicht eine Investition in KWK sinnvoll ist. Kaum jemand schmeißt seine neue Brennwertanlage raus, nur weil er den Dach beim Vorstellungsabend so lieb gewonnen hat :love:
Daher vergleiche ich neu mit neu, und nicht neu mit alt. Fairer Weise habe ich dann in meiner Wirtschaftlichkeitsrechnung ja auch die Anschaffungskosten gegeneinander verrechnet, was den Dachs schon nicht mehr ganz so teuer macht. http://kwk-infozentrum.info/wiki/index.p…Wdho_Abrechnung
85% Ho/95%Hu, ist denn das so viel für einen modernen Brennwert? Werben tuen die ja immer mit >100%Hu. Ich weiß, daß ist nur ein Laborwert (nicht nur Senertec mogelt...) Mein Veritherm Zeigt 97-99% Ho(!) an. Ich weiß nicht wie er das rechnet, aber die Abgase haben wirklich nie über 40°C. Da ist er schon gut im Brennwertberreich (ist allerdings auch Öl). Aber alles ohne Fußbodenheizung, mit Gußheizkörpern aus 1930.

Dachser

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18

Samstag, 19. April 2008, 05:45

Zitat

oder das ganze wie Dachser als Hobby finanzieren.
Richtig, der Dachs ist zu meinem Hobby geworden, gekauft habe ich ihn zum allergrößten Teil aus Umweltgründen. Da ich aber zu den Geringverdienern zähle, habe ich mir auch rechnerisch was dabei gedacht. Ich spare z.Zt. jährlich etwa 500,-€ an Heizkosten und das 20 Jahre lang, das sind ja schon 10.000,-€ und werden wohl mehr sein.Eine neue andere Heizung hätte ja auch Geld gekostet und Öl oder Gas wäre für mich nicht in Frage gekommen.Bliebe also die Wärmepumpe(deren Freund ich nicht unbedingt bin und außerdem habe ich keine Fußbodenheizung) oder die Pelletheizung. Und ob da die Heizung bis zu meinem Ende laufen könnte ist wohl unmöglich, ich hätte also noch 2 Heizungen gebraucht. Ich aber gehe davon aus, daß der Dachs meine letzte Heizanlage ist und betone nochmal, daß ich mit meinem kleinen Häuschen, zusammen mit der PV, Strom für 3 Einfamilienhäuser mache. Es ist also durchaus möglich mit regenartiver Stromerzeugung den Bedarf zu decken.
Ich bin mir sicher, daß bei der Menge an Fotovoltaikanlagen und BHKW die schon installiert sind und noch werden, die ja in bestimmter Zeit ihre Einspeisevergütung verlieren, die Möglichkeit geschaffen wird Strom zu speichern.Das wird sein wie immer: Zuerst sind es riesige Pakete, dann werden die immer kleiner, siehe Handyakku. Dann sind wir mit dem BHKW wieder auf der Gewinnerseite.
:thumbsup: Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt. :thumbup:

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Samstag, 19. April 2008, 11:23

Aber das sollte klar gesagt werden: Der Dachs trägt sich selbst.

Kaum jemand schmeißt seine neue Brennwertanlage raus, nur weil er den Dach beim Vorstellungsabend so lieb gewonnen hat :love:


Wie bereits vielfach geschrieben sind die Gründe, sich ein Kleinkraftwerk anzuschaffen verschieden. Bei den einen ( Grossverbraucher) lohnt es sich einfach und es geht um Geld, da ist es klar. Bei vielen anderen jedoch geht es um Umeltschutz, so auch bei Dachser. Wenn man sich, seine Nachbarn und Umwelt nicht mit Russ vollschleudern will muss man eben ein Partikelfilter einsetzen und wenn man noch Strom erzeugen will ein Kleinkraftwerk. So hat z.B. Dachser alles miteinander verbunden und sich für eine sehr umweltfreundliche Heizung mit integrierter Stromversorgung entschieden.

Mit Deinem Wirkungsgrad das passt schon so ungefähr wenn Du mit 40 Grad die Heizkörper fährst, ein paar Prozente hin oder her was soll es. Leider hat die Brennwertheizung weder Kat noch Stromerzeugung - verbraucht also Strom, hast Du vergessen ;)

Ich bin mir sicher, daß bei der Menge an Fotovoltaikanlagen und BHKW die schon installiert sind und noch werden, die ja in bestimmter Zeit ihre Einspeisevergütung verlieren, die Möglichkeit geschaffen wird Strom zu speichern.Das wird sein wie immer: Zuerst sind es riesige Pakete, dann werden die immer kleiner, siehe Handyakku. Dann sind wir mit dem BHKW wieder auf der Gewinnerseite.


Ich gehe davon aus, das stundenblockweise in Zukunft abgerechnet wird und vergütet wird, d.h. tagesüber insbesondere zur Mittags und Abendzeit gibt es die höchste Vergütung, Nachts die geringsten. Stromspeicherung wird und muss nicht dezentral erfolgen sondern global.
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Samstag, 19. April 2008, 21:56

Da ja jetzt die Sunmachine in Serie geht, bin ich mal gespannt wie Senertec darauf reagiert. Vielleicht tut sich ja was bei den Anschaffungskosten oder Wartungskosten? Ich bin eigentlich kurz davor gewesen mich für den Dachs zu entscheiden, aber nach der Besichtigung der Sunmachine in Betrieb bin ich wieder am überlegen.cote

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