Ui, da habe ich eine heiße Diskussion losgetreten, wie?
@ Beringo, ich bin kein Orakel, aber ich vermute, daß Dachser recht haben wird. Die Energiekosten werden steigen. Primärenergie und Strom.
Aber der Strom steigt schneller, da die Kraftwerke die hohe Verlußtleistung mit finanzieren müssen. Das müssen wir KWKler nicht. Das ist unser finanzieller und aller Umwelt Vorteil.
Außerdem möchte ich hoffen, daß die KWK-Förderung verlängert wird. Aber ich gebe Dir recht, sicher ist das nicht, also müßte man es strenggenommen bei der Kalkulation nach Ablauf der Frist rausnehmen.
Auch Deine Rechnung zeigt eigentlich, der Dachs kann sich nur über den selbst verbrauchten Strom amortisieren. Für die Einspeisung bekommen wir z.Zt. nur die direkten Kosten von 9 Cent ersetzt, nicht die Anlagenkosten.
Damit kann man leben, wenn man es weiß. Man kann Verbrauchergemeinschaften gründen, den Verbrauch optimieren, Selbst großer Verbraucher sein (wie ich) oder das ganze wie Dachser als Hobby finanzieren.
Aber das sollte klar gesagt werden: Der Dachs trägt sich selbst. Seine Anlagenkoste kann man aber nur wieder hereinholen, wenn man möglichst allen Strom selbst sinnvoll (nicht durch Energieverschwendung) verbraucht. Nix da mit pauschal: "der Kessel, der Sein Geld verdient"...
Wenn ich das hier im Forum (und auch außerhalb) richtig heraushöre, sind viele von der Wirtschaftlichkeit ein wenig enttäuscht. Aber niemand bereut deswegen die Anschaffung des Dachses. Diese Enttäuschung hätte man ersparen können, wenn man die Fakten von Anfang an klar sagt.
@ Dachsfan
Ich habe bei der "Vergleichsheizung" - deren Kosten ich für die benötigte Wärme abziehe, weil ich ja auch ohne Dachs nicht frieren will - einen Gasbrennwertkessel neuer Bauart angenommen. Dabei habe ich 85% Wirkungsgrad Ho (entspricht ca. 95% Wirkungsgrad Hu) angesetzt. Ich denke, das müßte durchaus im Rahmen liegen. Die in der Senertec-Beispielrechnung angesetzten 65% Wirkungsgrad Ho (75%Hu) halte ich für zu niedrig. Bei über 10% Abgasverlust bekomme ich meinen Kessel vom Schoni stillgelegt.
Uns ging es so, daß der alte Buderrus Baujahr 1950 wegen zu großer Abgasverlußte getauscht werden mußte. Nun war die Frage: Neuer Gasbrennwert oder KWK? Und ich denke, so geht es den meisten. Sie müssen - aus welchem Grund auch immer - etwas am Kessel machen. Da überlegen sie, ob dann nicht eine Investition in KWK sinnvoll ist. Kaum jemand schmeißt seine neue Brennwertanlage raus, nur weil er den Dach beim Vorstellungsabend so lieb gewonnen hat
Daher vergleiche ich neu mit neu, und nicht neu mit alt. Fairer Weise habe ich dann in meiner Wirtschaftlichkeitsrechnung ja auch die Anschaffungskosten gegeneinander verrechnet, was den Dachs schon nicht mehr ganz so teuer macht.
http://kwk-infozentrum.info/wiki/index.p…Wdho_Abrechnung
85% Ho/95%Hu, ist denn das so viel für einen modernen Brennwert? Werben tuen die ja immer mit >100%Hu. Ich weiß, daß ist nur ein Laborwert (nicht nur Senertec mogelt...) Mein Veritherm Zeigt 97-99% Ho(!) an. Ich weiß nicht wie er das rechnet, aber die Abgase haben wirklich nie über 40°C. Da ist er schon gut im Brennwertberreich (ist allerdings auch Öl). Aber alles ohne Fußbodenheizung, mit Gußheizkörpern aus 1930.